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Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr mit ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (rechts) wurde auf dem Apothekertag 2012 in München von ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf herzlich empfangen.
© ABDA/Alois Müller

Fr. 12. Oktober 2012

Bahr: Apotheke muss bleiben, wie sie ist

Die Struktur der individuellen Vor-Ort-Apotheke soll in Deutschland Bestand haben. Zum Wohle der Patienten. Das sagte Gesundheitsminister Daniel Bahr auf dem diesjährigen Apothekertag in München. Also: Keine Apothekenketten, keine Apotheken in Konzernhand, keine "Apotheke light".

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Medikamente dürften in der Apotheke nicht einfach über den Tresen gegeben werden, sagte Bahr. Seiner Meinung nach seien Arzneimittel ein besonderes und auch besonders beratungsbedürftiges Gut. Daher brauche es weiterhin hohe Anforderungen an die Arzneimittelabgabe und an die Qualität in der Apotheke. Wer aber Apothekenketten, Apotheken in Konzernhand oder die Apotheke light befürworte, stelle all das in Frage. Die nötige Arzneimittelsicherheit müsse für den Patienten erhalten werden. Dazu sollten Medikamente nach Meinung von Bahr weiter in Vor-Ort-Apotheken abgegeben werden.

Diese Struktur werde durch die neue Apothekenbetriebsordnung gestützt, die im Jahr 2012 in Kraft getreten ist. Sie verpflichtet jede Apotheke zu Qualitätssicherungssystemen, weiterhin zu Labors und zur Herstellung von individuellen Rezepturen.

Zum Schutz des Apothekenwesens gehöre darüber hinaus, dass die Apotheker Leistungen im Sinne des Gemeinwohls erbringen. Dazu zählten zum Beispiel Nacht- und Notdienste. Diese müssten dann allerdings auch finanziell anerkannt werden, so Bahr. Darüber verhandeln Politik und Apothekervertreter derzeit.

Damit die Arzneimittelsicherheit für den Patienten erhalten bleibe, gehöre auch, dass der Preiswettbewerb bei Arzneimitteln nicht in die Apotheken verlagert werde. Stattdessen sollten die Krankenkassen mit den Herstellern über Rabatte verhandeln.

JPL

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