Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Hygienetipps für den Krankenhausbesuch

Aktuelles

Neugeborenes wird untersucht.

Neugeborene Kinder sind anfällig gegenüber vielen Keimen. Immer wieder sterben Frühgeborene und Säuglinge in Krankenhäusern wegen Hygieneproblemen.
© Patricia Marks - Fotolia

Mo. 22. Oktober 2012

Hygienetipps für den Besuch im Krankenhaus

Ein Frühgeborenes ist in Berlin an einer Infektion mit krankmachenden Keimen gestorben. Wie kann das sein? Und was bedeutet das Problem der Hygiene in Krankenhäusern für die Besucher kranker Angehöriger? Das lesen Sie hier.

Anzeige

Der Mensch beherbergt auf der Haut, in der Nase, im Mund, im Magen-Darm-Trakt und anderen Organen ein unsichtbares Gehege an Bakterien und Viren. In der Regel sind die Keime für den Menschen quasi Nutztiere. Ohne beispielsweise Darmbakterien gäbe es keine ausreichende Verdauung. Gelangen jedoch körperfremde Keime in den Darm, kann das zu Durchfall oder Schlimmerem führen.

Das menschliche Immunsystem kämpft täglich um die Balance zwischen Mensch und der Vielzahl an Keimen. Ist das Immunsystem zu schwach oder durch eine Erkrankung anderweitig beschäftigt, gewinnen die Keime das Gefecht – und vermehren sich unkontrolliert. Das vergiftet dann den menschlichen Organismus. Kranke und alte Menschen haben ein reduziertes Immunsystem. Bei Säuglingen und zumal Frühgeborenen ist das Immunsystem noch kaum angelernt. Deshalb können auch eigentlich harmlose Keime bei Säuglingen großen Schaden anrichten. Der zu früh geborene Säugling in Berlin, der jüngst an Darmkeimen gestorben ist, hatte gerade eine schwere Herzoperation überstanden.

Wie die Krankenhäuser mit dem Problem der Verkeimung fertig werden, ist Sache der Hygieniker dort. Auch Besucher im Krankenhaus sind aufgerufen, besondere Vorsicht walten zu lassen, um möglichst keine zusätzlichen Bakterien oder Viren in die Nähe des Kranken zu bringen.

Folgende Regeln gelten für Besucher im Krankenhaus:

  • Die wichtigsten Maßnahme: Hände sauber halten, also waschen und mit dem Händedesinfektionsmittel einreiben, das überall zur Verfügung steht. Übertragen werden die Erreger meist durch Händeschütteln, Telefonhörer anfassen etc.
  • Einmaltaschentücher sollten auch nur einmal benutzt und danach in den Abfall gegeben werden. Ebenso beim Husten oder Niesen ein Taschentuch vor Mund und Nase halten.
  • Nichts auf den Boden legen, was der Kranke anfassen wird.
  • Wunden, Eintrittsstellen von Infusionsschläuchen, Wunddrainagen und Blasenkatheter nicht berühren.
  • Nicht in verschmutzter (Arbeits-)Kleidung kommen.
  • In Risikobereichen ist das Tragen von Schutzkleidung erforderlich. Die entsprechenden Hinweisschilder beachten.
  • Falls Sie erkältet sind, verlangen Sie bitte vom Pflegedienst einen Mundschutz.
  • Bleiben Sie nur bei Ihrem Patienten. Sie wissen nicht, welche Erkrankung der Patient nebenan hat.
  • Auf den Kinderstationen dürfen die Geschwisterkinder unter 12 Jahren zu deren Schutz nur mit Erlaubnis des Arztes zu dem kranken Kind, da sie häufig erkältet sind und den kleinen Patienten so zusätzlich belasten könnten.
  • Keine Topfpflanzen in Krankenzimmern! In der Blumenerde sind viele Erreger besonders Schimmelpilze.
  • Bitte setzen Sie sich nicht auf das Bett und hantieren Sie nicht an Schläuchen und Geräten.

JPL

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Arbeitsweg: Pendeln belastet die Psyche

Ein langer Weg zum Arbeitsplatz geht oft mit psychischen Erkrankungen einher.

Masern: Viele Kinder sind nicht geschützt

Neue Zahlen zeigen, dass es in Deutschland immer noch Nachholbedarf gibt.

Lieber krank werden als zum Impfen?

Beim Thema Impfen haben viele Eltern riskante Wissenslücken.

Väter bleiben häufiger beim kranken Kind

Der Anteil an Vätern, die mit ihrem Kind zu Hause bleiben, hat sich seit 2007 verdoppelt.

Senioren: Angst vor Alzheimer ist groß

Mehr als jeder zweite Senior fürchtet sich vor dem Gedächtnisverlust.

NAI vom 15.4.2018: Heuschnupfen

Im Titelbeitrag der aktuellen Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um Heuschnupfen.

Hausapotheke regelmäßig ausmisten

Abgelaufene Medikamente sind oft nicht mehr wirksam.

Lesertelefon: Parkinson-Therapie

Experten klären zum Welt-Parkinson-Tag über die Behandlung der Krankheit auf.

Stress: Jeder Zweite fürchtet Burn-out

Viele Arbeitnehmer fühlen sich durch Termindruck und Überstunden sehr gestresst.

Kassen zahlen bald Vierfach-Impfstoff

Dieser kann der Grippe besser vorbeugen als der bislang häufig verwendete Dreifach-Impfstoff.

2017: Über 2200 Behandlungsfehler

Gutachter haben für das vergangene Jahr 2.213 ärztliche Behandlungsfehler bestätigt.

Junge Menschen erwarten Antibiotika

Auch bei einer Erkältung erwarten viele, dass ihr Arzt ein Antibiotikum verordnet.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Anzeige

Signia geht im April auf Innovationstour

ABDAUnglaublich, was ein Hörgerät heute alles kann. Nicht mehr nur Medizinprodukt, sondern kleines Technikwunder. Erleben Sie die Innovationen rund um das Thema Hören im April live in Ihrer Stadt.

Lesen Sie hier mehr!

Anzeige

Service

Zum NAI-Gewinnspiel Zum NAI-Portal

Themenspecial: Besser hören

Frau mit Hut im GrünenIm Themenspecial Besser hören nennt aponet.de die besten Tipps und viel Wissenswertes, wie sich Tinnitus und Hörschäden vermeiden lassen und wie man ein schlechtes Gehör ausgleichen kann.

Alle weiteren Specials in der Übersicht finden Sie hier.

Wissen

Arzneimitteldatenbank

Informationen zu Arzneimitteln, Beschwerden oder Wirkstoffen.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen