Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Neue Betriebsordnung für Apotheken

Aktuelles

Apothekerin berät Rollstuhlfahrerin.

Die neue Apothekenbetriebsordnung setzt unter anderem auf Barrierefreiheit. So soll beispielsweise Rollstuhlfahrern der Zugang zu Apotheken erleichtert werden.
© ABDA

Mo. 01. Oktober 2012

Neue Betriebsordnung für Apotheken

Seit Mitte Juni ist eine neue Fassung der Apothekenbetriebsordnung in Kraft. Diese ist die gesetzliche Grundlage für den täglichen Apothekenbetrieb. Welche Änderungen sich daraus für die Apotheken vor Ort ergeben, darüber informiert Friedemann Schmidt, Vizepräsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Oktober 2012.

Anzeige

Unterm Strich sind durch die neue Version der Apothekenbetriebsordnung die Anforderungen an die einzelne Apotheke gestiegen. So ist zum Beispiel festgeschrieben, dass jede Apotheke ein Qualitätsmanagementsystem einführen muss. Schmidt: "Damit soll erreicht werden, dass die Leistungen aller Apotheken auf einem konstant hochwertigen Niveau bleiben." Eine weitere Herausforderung für die Apotheken dürften die gestiegenen bürokratischen Anforderungen sein. "So muss die Apotheke beispielsweise einen schriftlichen Hygieneplan aufstellen, für jede einzelne Rezeptur eine Herstellungsvorschrift anfertigen und dabei unter anderem die Plausibilität der ärztlichen Verordnung überprüfen."

Einige Apotheken werden auch umbauen müssen. So fordert die neue Apothekenbetriebsordnung etwa eine verbesserte Diskretion bei der Beratung. Schmidt: "Das merken Patienten zum Beispiel an Umbauarbeiten wie Trennwände oder Markierungen auf dem Boden. Ein separates Beratungszimmer ist jedoch nicht verpflichtend." Außerdem muss für Rollstuhlfahrer Barrierefreiheit gewährleistet sein. So muss eine Treppe vor der Eingangstür durch eine Rampe erweitert oder ersetzt werden. Apropos Beratung: Die neue Betriebsordnung legt zudem fest, dass der Apotheker jedem Patienten ein individuelles Beratungsangebot machen wird und über Neben- und Wechselwirkungen, die Aufbewahrung und die Entsorgung der Arzneimittel informiert, erklärt Schmidt.

NAI

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Deutsches Wasser ist "sehr gut"

Wer Leitungswasser trinkt, kann dadurch jedes Jahr viel Geld sparen.

Fehltage: Diese Berufe machen krank

In einigen Branchen fallen Beschäftigte überdurchschnittlich häufig aus.

Viele Missstände in der Kieferorthopädie

Experten kritisieren: Zu viele Kinder erhalten unnötige Röntgenuntersuchungen.

Jeder Zweite möchte weniger arbeiten

Vor allem Männer würden ihre wöchentliche Arbeitszeit gern reduzieren.

NAI vom 15.5.2018: Reizdarm

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten geht es um das Thema Reizdarm.

WHO will Transfette verbieten

Transfette stecken vor allem in Fertigbackwaren und schaden Herz und Gefäßen.

Ramadan: Fasten für Kinder ungesund

Kinder- und Jugendärzte raten vom Fasten ab und schlagen eine Alternative vor.

Größter Schaden durch legale Drogen

Wissenschaftler verglichen den gesellschaftlichen Schaden durch legale und illegale Suchtmittel.

6.000 Euro gegen Mobbing und Ängste

Apotheker unterstützen ein Schulprojekt zu psychischen Erkrankungen.

Viel Fisch gleich viel Quecksilber

Eine Studie zeigt, in welchen Ländern die Schwermetall-Belastung besonders hoch ist.

Viele IGeL-Leistungen sind nutzlos

Viele Ärzte bieten ihren Patienten offenbar zweifelhafte Selbstzahler-Leistungen an.

NAI vom 1.5.2018: Gesund im Urlaub

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um das Thema Gesundheit im Urlaub.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen