Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Neuregelung zur Organspende

Aktuelles

Zwei junge Menschen zeigen ihre Organspendeausweise.

Organspendeausweise versenden in Zukunft auch die Krankenkassen.
© Techniker Krankenkasse

Di. 30. Oktober 2012

Neuregelung zur Organspende tritt in Kraft

Am 1. November 2012 tritt die Neuregelung des Transplantationsgesetzes in Kraft. Darin wird die bisherige "erweiterte Zustimmungslösung" bei der Organspende durch die "Entscheidungslösung" ersetzt. Die Voraussetzungen für eine Organspende bleiben dieselben.

Anzeige

Nach wie vor ist das Spenden von Organen nur möglich, wenn der Hirntod des Verstorbenen nachweislich festgestellt wurde und eine Zustimmung vorliegt. Neu ist, dass die Krankenversicherungen ihre Versicherten, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, in regelmäßigen Abständen auffordern, eine Entscheidung zur Organ- und Gewebespende zu treffen. Dazu versenden die Krankenkassen Informationsmaterialien und Organspendeausweise an ihre Versicherten. Ob man sich zur Organ- und Gewebespende erklärt, bleibt weiterhin freiwillig. Ist im Falle einer Organspende keine Entscheidung dokumentiert, werden die Angehörigen gefragt, ob sie im Sinne des Verstorbenen einer Organ- oder Gewebespende zustimmen oder nicht.

Bislang haben nur relativ wenige Menschen ihren Willen zur Organspende schriftlich festgehalten. Nach Erfahrungen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) sind es in neun von zehn Fällen die Angehörigen, die nach dem vermuteten oder mündlich geäußerten Willen des Verstorbenen eine Entscheidung treffen. "Wer sich hingegen selbst zu Lebzeiten entscheidet, sorgt für Klarheit und entlastet seine Angehörigen", betont Professor Dr. Günter Kirste, Medizinischer Vorstand DSO.

Alle Fragen rund um die Gewebe- und Organspende beantwortet das Infotelefon Organspende. Die gebührenfreien Rufnummer 0800/90 40 400 ist montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr erreichbar. Umfangreiche Informationen sind zudem abrufbar unter www.organspende-info.de und www.dso.de.

DSO/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

FSME-Risikogebiet in Niedersachsen

Der Norden Deutschlands galt bisher noch nicht als Gebiet, in dem Zecken diese Erkrankung übertragen.

Brexit könnte Leben kosten

Wissenschaftler befürchten, dass sich die Ernährung auf der Insel drastisch verschlechtert.

Penicillin-Allergie seltener als vermutet

Experten raten Betroffenen daher, sich bei einem Allergologen testen zu lassen.

12 Millionen Diabetiker in 2040?

Forscher gehen davon aus, dass die Zahl der Erkrankten stark ansteigen wird.

Das ist die Nummer 1 der Todesursachen

In Deutschland sterben die meisten Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Medikamente werden noch sicherer

Ab 9. Februar müssen Medikamente zusätzliche Sicherheitsmerkmale tragen.

Zahl der Apotheken sinkt weiter

Im vergangenen Jahr hat beinahe jeden Tag eine Apotheke geschlossen.

30 Millionen Grüne Rezepte ausgestellt

Seit 15 Jahren erhalten Kassenpatienten in der Arztpraxis immer häufiger ein Grünes Rezept.

Schneeschippen ist für Herzpatienten riskant

Durch die Kälte kann Schneeschippen in einigen Fällen sogar lebensgefährlich sein.

Vorsorgetermine im Überblick

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um die wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen.

Welcher Tee hilft bei Erkältungen?

Welche Sorte bei welchen Beschwerden hilft, erklärt ein Apotheker.

Bewegen Sie sich jeden Tag genug?

Viele Deutsche sind der Meinung, sich ausreichend zu bewegen - obwohl das oft nicht stimmt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen