Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Betäubungsmittel: mehr Rezepte in 2011

Aktuelles

Tablettenblister

Betäubungsmittel wurden im Jahr 2011 vor allem von Allgemeinmedizinern (47 % aller Packungen) und Internisten (17 %) verordnet.
© vfa Takeda

Fr. 02. November 2012

Betäubungsmittel: 2011 deutlich mehr Verordnungen

Die Apotheken gaben im Jahr 2011 rund 8,4 Millionen Betäubungsmittel an gesetzlich Versicherte ab, davon 6,3 Millionen Packungen starke Schmerzmittel. Das ermittelte das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI) anhand der Auswertung von Rezeptdaten. Privatrezepte wurden dabei nicht erfasst.

Anzeige

In den letzten Jahren nahm die Verordnung starker Schmerzmittel deutlich zu: Im Jahr 2005 gaben die Apotheken 4,2 Millionen Packungen an GKV-Versicherte ab, 2009 waren es 5,7 Millionen Packungen, 2011 mehr als 6,3 Millionen Packungen. Das entspricht einer Steigerung um 50 Prozent innerhalb von sechs Jahren.

Die Versorgung der Patienten mit Betäubungsmitteln ist gesetzlich genau geregelt. Betäubungsmittel werden vom Arzt auf einem gelben Rezeptformular verordnet, das aus drei Durchschlägen besteht und nur acht Tage lang gültig ist. Patienten sollten diese Rezepte deshalb zügig einlösen.

"Um die Patienten vor Missbrauch zu schützen, vertraut der Staat auf das besondere Verantwortungsbewusstsein des Apothekers", sagte Dr. Andreas Kiefer, Vorsitzender des DAPI. Für die Apotheken sei die Lagerung und Abgabe mit großem Dokumentationsaufwand verbunden. Dafür erhalte der Apotheker pro Abgabe eines Betäubungsmittels pauschal 0,26 Euro zusätzlich. Das decke laut Kiefer oft nicht einmal die Gebühren, die die Großhändler von der Apotheke verlangten.

ABDA/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Europawahl: Gehen Sie wählen!

Die deutschen Apotheker appellieren an alle Bürger, ihre Stimme zu nutzen.

Soziale Kontakte im hohen Alter wichtig

Gerade im hohen Alter ist es besonders wichtig, aktiv am Leben teilzuhaben.

Homophobie im Sport ist weit verbreitet

Homo- und transexuelle Menschen haben immer noch mit vielen Vorurteilen zu kämpfen.

Schlafmangel im Straßenverkehr

Experten beraten am Lesertelefon zum Thema Schlafstörungen und Unfallgefahr.

Gelassener durch Achtsamkeit

Im Titelbeitrag der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um das Thema Achtsamkeit.

Schneller einen Arzttermin bekommen

Mit dem neuen Terminservice- und Versorgungsgesetz soll die Versorgung gesetzlich Versicherter besser und schneller werden.

Engagierte Apotheker ausgezeichnet

Der Deutsche Apotheken-Award 2019 wurde in Berlin verliehen.

Web-App für Patienten mit E-Rezept

Mit der kostenfreien, leicht bedienbaren App soll in Zukunft das E-Rezept sicher eingelöst werden können.

Ramadan: Spezielle Regeln beim Fasten

Apotheker raten, nicht auf die Einnahme nötiger Arzneimittel zu verzichten.

Schulanfänger mit zu wenig Impfschutz

Viele Erstklässler sind nicht gegen Masern und andere Krankheiten geschützt.

Tipps für das erste Jahr: Das Baby ist da!

Im Themenspezial der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um Babys erstes Jahr.

Viele dicke Menschen möchten abnehmen

Viele Ärzte gehen jedoch davon aus, dass ihre Patienten kein Interesse an einem Gewichtsverlust haben.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen