Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Grippe-Impfstoff: Der Streit geht weiter

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Impfstoff-Ampulle mit Spritze

Kassen und Hersteller streiten sich weiterhin, wer für das derzeitige Impfstoff-Chaos verantwortlich ist.
© ursule - Fotolia

Do. 01. November 2012

Grippe: weiter Streit um Impfstoffe in Deutschland

Die letzte Woche zurückgerufenen Impfstoff-Chargen werden in Deutschland nicht wieder freigegeben. Das hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) klargestellt. Die Schweiz und Kanada hatten den Auslieferungsstopp aufgehoben, nachdem bekannt geworden war, dass es sich bei den Ausflockungen in den Impfstoffen nicht um Verunreinigungen handelt.

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In Deutschland sei eine Freigabe allein deshalb nicht mehr möglich, da Ärzte bereits aufgefordert worden seien, Impfdosen der betroffenen Chargen ungekühlt zurückzusenden, hieß es beim PEI auf Nachfrage der Pharmazeutischen Zeitung. Somit sei die Kühlkette unterbrochen und die Qualität nicht mehr gewährleistet.

Unterdessen trafen sich Hersteller und Krankenkassen in Berlin zu Gesprächen über die gegenwärtige Impfstoff-Versorgung. Der zentrale Konflikt beim Thema Lieferengpässe scheint weiter ungelöst. Dem Vernehmen nach besteht auch nach den Gesprächen weiter Uneinigkeit über die Gründe für das Impfstoff-Chaos. Die Krankenkassen hatten bereits vorab deutlich gemacht, dass sie die Schuld auf Seiten des Herstellers sehen. Dieser habe nicht rechtzeitig geliefert.

Die Pharmaunternehmen sehen das anders: Zum aktuellen Impfchaos habe es nur deshalb kommen können, weil die Kassen sich auf einen einzigen Hersteller verlassen hätten. Grippeimpfstoffe ließen sich bei Chargenausfällen jedoch nicht spontan nachproduzieren. Exklusive Lieferverträge seien nicht geeignet für eine gute und flexible Versorgung der Bevölkerung mit Grippeimpfstoffen.

ah/PZ

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