Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Arbeitslosigkeit ist ein Herz-Risiko

Aktuelles

Mann starrt vor sich hin.

Arbeitslosigkeit kann nicht nur auf das Gemüt schlagen, sondern auch das Herz gefährden.
© Rafael Ben-Ari - Fotolia

Di. 20. November 2012

Herzinfarkt: Arbeitslosigkeit so gefährlich wie Rauchen

Nicht nur das Leben von Managern im Dauerstress ist schlecht fürs Herz. Im Gegenteil: Auch Arbeitslosigkeit scheint das Risiko für einen Herzinfarkt zu erhöhen. Dies berichten US-amerikanische Forscher online in der Fachzeitschrift Archives of Internal Medicine.

Anzeige

Die Wissenschaftler hatten untersucht, wie sich in Zeiten instabiler Arbeitsverhältnisse verschiedene Dimensionen der Arbeitslosigkeit, zum Beispiel der Status der Arbeitslosigkeit selbst, die Häufigkeit von Arbeitsplatzverlusten oder die gesamte Dauer, während der jemand keine Arbeit hat, auf das Herzinfarktrisiko auswirken. Dafür hatten sie Angaben von knapp 14.000 US-Amerikanern zwischen 51 und 75 Jahren analysiert.

Die Wahrscheinlichkeit, einen Herzinfarkt zu erleiden, war bei Arbeitslosen deutlich höher, als bei Menschen mit Arbeit. Mit jedem Arbeitsplatzverlust - von einem bis zu vier oder mehr - stieg das Herzinfarkt-Risiko weiter an. Auch die Zeit, in der Studienteilnehmer ohne Arbeit waren, spielte hier eine Rolle. Besonders hoch war das Risiko für einen Herzinfarkt im ersten Jahr nach einem Job-Verlust. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Verlust des Arbeitsplatzes in der Größenordnung von anderen traditionellen Risikofaktoren, wie Rauchen, Zuckerkrankheit und Bluthochdruck, rangiere, so die Forscher.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

FSME-Risikogebiet in Niedersachsen

Der Norden Deutschlands galt bisher noch nicht als Gebiet, in dem Zecken diese Erkrankung übertragen.

Brexit könnte Leben kosten

Wissenschaftler befürchten, dass sich die Ernährung auf der Insel drastisch verschlechtert.

Penicillin-Allergie seltener als vermutet

Experten raten Betroffenen daher, sich bei einem Allergologen testen zu lassen.

12 Millionen Diabetiker in 2040?

Forscher gehen davon aus, dass die Zahl der Erkrankten stark ansteigen wird.

Das ist die Nummer 1 der Todesursachen

In Deutschland sterben die meisten Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Medikamente werden noch sicherer

Ab 9. Februar müssen Medikamente zusätzliche Sicherheitsmerkmale tragen.

Zahl der Apotheken sinkt weiter

Im vergangenen Jahr hat beinahe jeden Tag eine Apotheke geschlossen.

30 Millionen Grüne Rezepte ausgestellt

Seit 15 Jahren erhalten Kassenpatienten in der Arztpraxis immer häufiger ein Grünes Rezept.

Schneeschippen ist für Herzpatienten riskant

Durch die Kälte kann Schneeschippen in einigen Fällen sogar lebensgefährlich sein.

Vorsorgetermine im Überblick

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um die wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen.

Welcher Tee hilft bei Erkältungen?

Welche Sorte bei welchen Beschwerden hilft, erklärt ein Apotheker.

Bewegen Sie sich jeden Tag genug?

Viele Deutsche sind der Meinung, sich ausreichend zu bewegen - obwohl das oft nicht stimmt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen