Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Arzneimittel-Zuzahlung abschaffen?

Aktuelles

Volker Kauder redet im Bundestag.

Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag.
© Markus Hammes

Mi. 14. November 2012

Kauder: Arzneimittel-Zuzahlung hat sich bewährt

Ab 1. Januar 2013 wird die Praxisgebühr abgeschafft. Ob jetzt auch die Arzneimittel-Zuzahlung fällt, erläutert Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag im Gespräch mit der Neuen Apotheken Illustrierten.

Anzeige

Obwohl die Union die Abschaffung der Praxisgebühr eher schweren Herzens mitgetragen hat, steht sie laut Kauder zu diesem Entschluss. "Für die Streichung sprach, dass sich die Zahl der Arztbesuche kaum durch die Gebühr reduziert hat. Außerdem hatten die Ärzte mit der Erhebung immer viel zu tun."

Bei der Arzneimittel-Zuzahlung sieht die Union dagegen keinen Handlungsbedarf. "Im Bereich der Arzneimittel hat sich die Zuzahlung bewährt. Es wäre falsch, alle Zuzahlungen abzuschaffen" ist Kauder überzeugt. "Die Praxisgebühr war wegen der Bürokratie, die sie verursacht hat, ein Problem. In der Union halten wir Selbstbeteiligungen jedoch insgesamt für richtig."

Seiner Einschätzung nach profitierten die Patienten uneingeschränkt vom Wegfall der Praxisgebühr und müssen keine versteckten Kosten befürchten. "Auch wenn die Praxisgebühr ab 1. Januar 2013 abgeschafft wird, haben die gesetzlichen Krankenkassen am Ende des Jahres 2013 noch eine Rücklage von rund 12 Milliarden Euro", erklärt der Fraktionsvorsitzende. "Da ist also genügend Spielraum. Es wird daher weder zu Beitragserhöhungen noch zur Reduzierung von Leistungen kommen."

Den kompletten Wortlaut des Interviews lesen Sie in der Neuen Apotheken Illustrierten in der Ausgabe vom 15. Dezember 2012.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Krebs-OP: Viele Todesfälle vermeidbar

Viele Patienten sterben zu früh, weil sie in Kliniken operiert werden, die zu wenig Erfahrung mit Krebs-OPs haben.

Nebenwirkungen häufiger melden

Treten bei der Einnahme von Medikamenten Nebenwirkungen auf, sollen Patienten diese melden.

Checkliste: Auto fahren im Alter

Beantworten Sie eine dieser Fragen mit "Ja", ist ein Arztbesuch ratsam.

Wie der Job den Schlaf beeinflusst

Fast jeder Zweite mit unregelmäßigen Arbeitszeiten leidet unter Schlafstörungen.

Antibiotika-Verbrauch konstant niedrig

In Deutschland werden Antibiotika weiterhin zurückhaltend verordnet.

NAI vom 15.11.2017: Senioren und Hunde

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten startet die neue Serie „Das richtige Tier für zu Hause“.

Auto fahren trotz Medikamenten?

Experten erklären am Lesertelefon, welche Medikamente die Fahrtüchtigkeit beeinflussen.

Werden Limo, Chips und Süßes teurer?

Eine neue Initiative will die Steuern auf ungesunde Lebensmittel erhöhen.

Das ist die tödlichste Krankheit für Kinder

An einer Lungenentzündung sterben jede Minute zwei Kinder.

Chronische Schmerzen nach Intensivstation

Ein Drittel leidet auch noch ein Jahr nach der Entlassung unter Schmerzen.

Diabetes ist tödlicher als vermutet

Etwa jeder fünfte Todesfall in Deutschland ist auf Diabetes zurückzuführen.

Lesertelefon: Therapie mit Opioiden

Experten beraten am Lesertelefon über die Chancen und Risiken der Medikamente.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen