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Arzt erklärt einer Patientin ein Röntgenbild

Für spezialisierte Fachärzte wie Radiologen brauchen Kassenpatienten trotz der Neuregelung weiterhin einen Überweisungsschein.
© DAK/Schläger

Sa. 29. Dezember 2012

Überweisung: ab 2013 direkt zum Facharzt

Dass ab 1.1.2013 die Praxisgebühr beim Arztbesuch entfällt, haben wahrscheinlich schon die meisten gehört. Diese Neuregelung bringt noch einen weiteren Vorteil für Patienten im Hinblick auf die Überweisungen.

Brauchte ein Patient die Hilfe eines Facharztes, war es dafür bisher üblich, erst zum Hausarzt zu gehen. Dieser stellte dann eine Überweisung aus. Das ändert sich mit dem neuen Jahr. Durch den Wegfall der Praxisgebühr besteht keine Pflicht mehr, wegen einer Überweisung den Hausarzt aufzusuchen. Als Patient kann man also direkt bei einem Facharzt der Wahl einen Termin vereinbaren.

Es gibt allerdings Ausnahmen sagt Roland Stahl, Pressesprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. "Grundsätzlich hat der Patient die freie Arztwahl. Eine Überweisung wird jedoch dann notwendig sein, wenn er sich in Hausarztverträge eingeschrieben hat. Dann verpflichtet er sich nämlich, immer zuerst seinen Hausarzt als 'Lotsen im System' aufzusuchen." Darüber hinaus brauchen Kassenpatienten für spezialisierte Fachärzte wie Radiologen weiterhin einen Überweisungsschein.

Weil jetzt nicht mehr vor jedem Facharztbesuch der Hausarzt aufgesucht werden muss und der Verwaltungsaufwand im Zusammenhang mit der Praxisgebühr wegfällt, hoffen viele, dass die Ärzte nun wieder mehr Zeit für ihre Patienten haben werden. Stahl: "Man wird die Entwicklung in den nächsten Monaten verfolgen müssen." Man könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen, ob eventuell mehr Patienten zum Arzt gehen oder die Nachfrage nach ärztlichen Leistungen steigt.

RF

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