Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Umstrittene Verträge für Grippeimpfstoffe

Aktuelles

Spritze sticht durch Ampulle.

Die Versorgung von Arztpraxen mit Grippeimpfstoffen ist zurzeit in der Diskussion.
© Eisenhans - Fotolia

Fr. 11. Januar 2013

Grippeimpfstoffe: Exklusivverträge gefährden die Versorgung

Vertreter von Ärzte- und Apothekerschaft in Nordrhein-Westfalen richten einen Appell an die Gesundheitsministerin des Landes, Barbara Steffens. Es geht darum, die Versorgung mit Grippeimpfstoffen für die nächste Saison sicherer zu machen.

Anzeige

Im Herbst 2012 kam es bei der Versorgung der Arztpraxen mit Grippeimpfstoffen zu deutlichen Engpässen. Ein Grund dafür waren Exklusivverträge der Krankenkassen mit einzelnen Impfstoffherstellern. Diese Vorgehensweise soll jedoch nach Willen der Arbeitsgemeinschaft der Gesetzlichen Krankenversicherung in der Saison 2013/14 beibehalten werden. "Die Organisation der Grippeimpfstoff-Versorgung über Ausschreibungsverträge ist in hohem Maße störanfällig", kritisiert Dr. Wolfgang-Axel Dryden, 1. Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.

"Was in einem kleinen Bundesland vielleicht noch funktionieren mag, wird im bevölkerungsreichsten Bundesland erhebliche Probleme bereiten", lautet die Einschätzung von Dr. Klaus Michels, Vorsitzender des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe. "Je größer das von einem Anbieter zu versorgende Gebiet ist, desto geringer ist die Chance, Ausfälle oder Verzögerungen zu kompensieren", ergänzt Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. Produktionsausfälle, Chargenrückrufe und ähnliche Probleme könne kein Hersteller sicher ausschließen.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wann darf der Arzt Cannabis verordnen?

Das neue Gesetz legt fest, welche Bedingungen erfüllt sein müssen.

Was Freiberuflichkeit bedeutet

Apotheker sind zwar keine Beamten, müssen aber viele staatliche Aufgaben erfüllen.

Apotheker begrüßen neues Cannabisgesetz

In Zukunft wird medizinisch notwendiges Cannabis wie andere Arzneimittel behandelt.

Apotheker benennen Patientenbeauftragten

Berend Groeneveld koordiniert u.a. die Kontakte zwischen Apotheken und Selbsthilfegruppen.

NAI vom 15.01.2017: Gesichter der Allergie

Im Titelbeitrag lesen Sie mehr über Ursachen und Therapie von Hautallergien.

Apotheke vor Ort ist nicht zu ersetzen

Nach Aufhebung der Preisbindung für ausländische Versender ist diese Infrastruktur gefährdet.

Kassen könnten Patienten entlasten

Es wären genug Überschüsse vorhanden, um die Zuzahlungen zu erlassen.

Essen: Gesund kommt vor lecker

Eine aktuelle Studie zeigt, was den Deutschen beim Thema Ernährung wichtig ist.

"Apotheke ist nah am Patienten"

In einem Kurzfilm macht sich CDU-Politiker Wolfgang Bosbach für die Apotheke vor Ort stark.

Jeder Achte hat E-Zigaretten probiert

Regelmäßige Nutzer sind vor allem Tabakraucher und Ex-Raucher.

Impfung: Große regionale Differenzen

In Teilen von Deutschland bestehen nach wie vor Impflücken.

Neue Arzneimittel oft ohne Zusatznutzen

Jedes dritte neue Medikament hat keine Vorteil gegenüber bekannten Präparaten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen