Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Im Ausland leichter Rezepte einlösen

Aktuelles

Apothekenschild aus Holland

Wer häufiger im Ausland Rezepte einlöst, könnte es in Zukunft wegen einer neuen EU-Regelung leichter haben.
© srphotos - Fotolia

Mo. 07. Januar 2013

Im Ausland leichter Rezepte einlösen

Künftig sollen Patienten Rezepte ihres Arztes leichter im EU-Ausland einlösen können. Eine entsprechende Regelung hat die Europäische Kommission Ende 2012 verabschiedet. Laut EU-Kommission profitieren hiervon vor allem Menschen in Grenzregionen, chronisch kranke Reisende oder Patienten, die in anderen Ländern Spezialisten aufsuchen wollten.

Anzeige

Pro Jahr würden zwar nur etwa 0,02 bis 0,04 Prozent aller in der EU ausgestellten Rezepte im Ausland vorgelegt, dennoch sei das Einlösen für die betroffenen Patienten problematisch, da Verschreibungen im Ausland häufig nicht anerkannt würden, teilte die EU-Kommission mit. Die nun beschlossene Regelung trage dazu bei, "dass Patienten mit einer klaren Auslandsverschreibung in einem anderen Mitgliedstaat als ihrem eigenen auch tatsächlich die Produkte bekommen, die ihnen verschrieben wurden", sagte Tonio Borg, EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik.

In der neuen Regelung sind bestimmte Elemente festgelegt, die eine ärztliche Verschreibung enthalten muss, damit ein Patient sie nicht nur im eigenen Land, sondern auch in einem anderen EU-Staat einlösen kann. Welche das sind, teilte die Kommission bislang nicht im Detail mit. Sie machte jedoch deutlich, dass es sich dabei um inhaltliche Angaben zu Arzt, Patient und verschriebenem Produkt handelt, Aussehen, Format oder Sprache der Verschreibung jedoch keine Rolle spielen. Auch sollen Mediziner Auslandsverschreibungen nur dann ausstellen, wenn der Patient es explizit verlangt. Alle EU-Mitgliedstaaten müssen die Regelung nun bis zum 25. Oktober in innerstaatliches Recht umsetzen.

ah/PZ

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Kinderkliniken müssen häufiger schließen

Viele Kliniken sind unterfinanziert und es fehlt an Arbeitskräften.

Jeder Vierte hat Angst vor Bienen

Fakten und Mythen rund um Bienen, Wespen, Hornissen und andere Insekten.

Wie sicher sind Bluttransfusionen?

Ab 2019 soll Spenderblut auch auf Hepatitis-E-Viren getestet werden.

Obst und Gemüse landen zu oft im Müll

Im Schnitt verschwendet jeder Europäer jährlich 14 Kilo Obst und Gemüse.

Tropische Zecken in Deutschland gefunden

Ein gefundenes Exemplar trug den Erreger des Zecken-Fleckfiebers in sich.

Geld zurück mit dem Grünen Rezept

Viele Krankenkassen erstatten die Kosten für rezeptfreie Medikamente.

Doping beim Fitness: Auch Frauen betroffen

Immer mehr Sportler nehmen herzschädigende Medikamente ein, um ihre Fitness zu verbessern.

Bauch-OP: Sterberate hängt von Klinik ab

Experten fordern, dass der Eingriff nur in zertifizierten Kliniken durchgeführt werden sollte.

Hitzschlag: Kein Paracetamol & Co

Fiebersenkende Medikamente sollten besser nicht eingenommen werden.

Teenager: Vorsorge J1 ist unbeliebt

Nur etwa jeder zweite Teenager nutzt die kostenlose Jugendgesundheitsuntersuchung.

Hitze im Büro macht vielen zu schaffen

Auch klimatisierte Räume empfinden viele als störend, wie eine Umfrage zeigt.

NAI vom 1.8.2018: Es liegt was in der Luft

Im Titelbeitrag der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten geht es um Insekten, Pollen und erhöhte Ozonwerte.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen