Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Coming-out baut Stress ab

Aktuelles

Fröhliches Frauenpaar

Nach dem Coming-out fühlen sich viele wie von einer großen Last befreit.
© Scott Griessel - Fotolia

Di. 29. Januar 2013

Schwule und Lesben: Coming-out baut Stress ab

Homosexuelle, die offen mit ihrer sexuellen Orientierung umgehen, sind gesünder. Das haben kanadische Wissenschaftler festgestellt, die ihre Ergebnisse im Fachblatt Psychosomatic Medicine veröffentlicht haben.

Den Daten der Forschergruppe vom Centre for Studies on Human Stress in Montreal, Kanada, zufolge haben Homo- und Bisexuelle, die sich zu ihrer Neigung öffentlich bekennen, weniger Stresshormone im Blut als Menschen, die ihre sexuelle Orientierung verheimlichen. Darüber hinaus zeigten sie weniger Anzeichen für Nervosität, Burn-out und Depressionen. An der Studie hatten 87 Frauen und Männer teilgenommen, die durchschnittlich 25 Jahre alt waren.

"Entgegen unseren Erwartungen hatten schwule und bisexuelle Männer sogar weniger Stress-Symptome als heterosexuelle Männer", sagte der Hauptautor der Studie Robert-Paul Juster. Die Forscher vermuten, dass Schwule und Bisexuelle aufgrund von Vorbehalten in der Gesellschaft, mit denen sie täglich konfrontiert sind, Strategien entwickelt hätten, den Stress besser zu verarbeiten. Jester schränkt jedoch ein, dass die gesundheitlichen Vorteile durch das Coming-out wohl nur unter toleranten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wie in Kanada möglich seien. "In einer intoleranten Umgebung würde der Stress wohl eher noch zunehmen", vermutet er.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Social distancing: Was wirkt am besten?

Eine Schätzung gibt an, welche Maßnahmen die Corona-Ausbreitung am stärksten reduzieren.

Italien: Warum so viele Covid-19-Tote?

Italienische Wissenschaftler haben mögliche Ursachen für die hohe Sterberate ermittelt.

Corona: Impfung gegen Pneumokokken

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie ist der wichtige Impfstoff knapp. Nur Risikopatienten sollen aktuell geimpft werden.

5 Tipps für das Homeoffice

Diese Tipps helfen dabei, den heimischen Arbeitsplatz richtig einzurichten.

Keine Scheu vor dem Notruf 112

Auch während der aktuellen Corona-Krise ist die Notfallversorgung gesichert.

Covid-19: Kein Vergleich zur Grippe

SARS-CoV-2 ist ansteckender und verursacht schwerere Krankheitsverläufe als die Grippe.

Vorsichtsmaßnahmen in Apotheken

Was müssen Patienten aktuell wissen, bevor sie eine Apotheke betreten?

Coronavirus: Risiko für Allergiker?

Heuschnupfen erhöht das Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf nicht.

So ernährt sich Deutschland

Wie viel Alkohol und Fast Food gegessen wird, hängt offenbar auch davon ab, wo man lebt.

Arzneimittelversorgung bleibt gesichert

Trotz Corona-Epidemie bleiben Apotheken geöffnet und die Versorgung gesichert.

Coronavirus: Fake News zu Ibuprofen

In sozialen Netzwerken wird verbreitet, Ibuprofen verstärke Symptome des Coronavirus.

Alles gegen Kopfschmerzen

Wie sich Kopfschmerz-Arten unterscheiden und was dagegen hilft, verraten wir in der aktuellen Ausgabe der neuen Apotheken Illustrierten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen