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Warndreieck auf der Straße mit Schriftzug Unfall

Über die Hälfte der Verkehrstoten auf Europas Straßen sterben innerhalb der ersten Minuten nach einem Unfall. Diese Zahl könnte deutlich geringer sein, wenn Autofahrer effektiv Erste Hilfe leisten könnten.
© Ralf Gosch - Fotolia

Di. 19. März 2013

Nur jeder dritte Autofahrer kann Erste Hilfe leisten

Deutschlands Autofahrer sind häufig davon überzeugt, im Ernstfall Erste Hilfe leisten zu können. Doch in Realität ist es um die Erste-Hilfe-Kenntnisse schlecht bestellt. Das ist das Ergebnis einer europaweiten Umfrage, die der ADAC und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) durchgeführt haben.

Zwar trauten sich rund 73 Prozent der deutschen Befragten zu, am Unfallort Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten zu können. Allerdings kannten nur 33 Prozent von ihnen alle erforderlichen Erstmaßnahmen. Knapp die Hälfte der Autofahrer wusste einen Verletzten in der Seitenlage zu stabilisieren, 41 Prozent wussten, was bei Atemstillstand zu tun ist. Aber nur jeder Fünfte war in der Lage, die lebensrettende Wiederbelebung korrekt durchzuführen. Kein Wunder: Bei der Mehrzahl der Befragten lag der letzte Erste-Hilfe-Kurs bereits mehr als zehn Jahre zurück.

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ADAC und DRK appellieren daher an die Autofahrer, regelmäßig ihre Kenntnisse aufzufrischen. Laut DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters sei ein Erste-Hilfe-Kurs im Leben viel zu wenig. Er fordert: "Alle fünf Jahre müssen Erste-Hilfe-Kenntnisse aufgefrischt werden."

Im europäischen Vergleich lagen die Deutschen der aktuellen Umfrage zufolge immerhin an der Spitze im Wissen um die Erstmaßnahmen am Unfallort. Die Portugiesen zeigten sich am sichersten bei der Frage, wie man den Zustand eines Verletzten kontrolliert. Die Tschechen waren bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung, die Kroaten bei der Seitenlage am besten. Befragt wurden je 200 Autofahrer in Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Kroatien, Österreich, Portugal, der Schweiz, Serbien, Slowenien, Spanien und Tschechien.

Mehr Informationen zu Erste-Hilfe-Kursen können Sie unter www.drk.de nachlesen.

ADAC/FH

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