Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Castingshows können depressiv machen

Aktuelles

Junge Sängerin an einem Mikrophon

Nicht für jeden ist die Teilnahme an einer Musik-Castingshow eine positive Erfahrung. Manche tragen noch Jahre später psychische Folgen davon.
© stokkete - Fotolia

Di. 30. April 2013

Castingshows können depressiv machen

Die Teilnahme an einer Musik-Castingshow kann zu einer dauerhaften psychischen Krise führen. Das hat eine Befragung von ehemaligen Teilnehmern durch das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) und die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) ergeben.

Musik-Castingshows im Fernsehen erzielen seit Jahren Höchstquoten, insbesondere bei jungen Menschen. Um herauszufinden, wie die meist ebenfalls jungen Kandidaten ihre Teilnahme rückblickend bewerten, haben Forscher um Dr. Maya Götz, Leiterin des IZI, nun erstmals 59 ehemalige Teilnehmer befragt. Ihr Ergebnis: Die Erfahrungen reichen von sehr positiv bis ausgesprochen negativ.

Anzeige

Ein Teil der Befragten wird von den Forschern als psychisch überfordert eingeschätzt. Bei ihnen führte die Castingshow-Teilnahme zu einer dauerhaften psychischen Krise. Eine ehemalige Kandidatin berichtete beispielsweise: "Ich war damals erst 16 Jahre alt und konnte damit nicht umgehen, bekam später Depressionen und bekomme bis heute mein Leben nicht in den Griff."

Rund die Hälfte der befragten Kandidaten hat die Teilnahme dagegen sehr positiv bis eher positiv erlebt. Unter ihnen solche, die bereits Profis waren, die Teilnahme als Sprungbrett für die Karriere sahen und in der Folge tatsächlich vermehrt Anfragen für Auftritte bekamen.

Wegen der negativen Erlebnisse Einzelner fordern die Forscher, dass die Macher solcher Castingshows sich der möglichen Folgen bewusst werden und mehr auf den Jugendschutz achten. Sie halten es zudem für dringend notwendig, dass Kinder und Jugendliche kompetenter im Umgang mit Medien werden.

IZI/LfM/FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

EU-Verordnung für essbare Insekten

Bevor Würmer & Co im Supermarkt landen, müssen sie ein Zulassungsverfahren durchlaufen.

Heilberufe gemeinsam für Digitalisierung

Ärzte, Apotheker und Zahnärzte koordinieren ihr Vorgehen für die digitale Zukunft.

Mit Medikamenten Steuern sparen

Das Finanzamt rechnet einige Ausgaben für die Gesundheit in der Steuererklärung an.

Apotheken versorgen flächendeckend

Die Arzneimittelversorgung durch Apotheken vor Ort ist effizient, preiswert und sicher.

Langer Schulweg stresst Kinder

Die langen Fahrzeiten zur Schule wirken sich negativ auf die Gesundheit aus.

Diabetes erhöht das Schlaganfallrisiko

Bei Frauen mit Diabetes ist die Gefahr für einen Hirnschlag um 50 Prozent erhöht.

Zahl der Apotheken in Deutschland sinkt weiter

Vor allem Einzelapotheken mussten in den vergangenen Monaten schließen.

Deutsche fordern mehr Routine bei OPs

9 von 10 Bürgern fordern Mindestmengen für bestimmte Operationen in Kliniken.

Schwarz-rot lehnt Impfpflicht ab

Das geht aus der Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der FDP hervor.

Cannabis jetzt legal in Kalifornien

Seit Jahresbeginn 2018 ist die Droge dort für Erwachsene frei erhältlich.

NAI vom 1.1.2018: Gesunde Ernährung

Im Titelbeitag der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um das Thema gesunde Ernährung.

Vorsorgeuntersuchung für Männer ab 2018

Ab 2018 haben Männer über 65 Anspruch auf ein Screening der Bauchschlagader.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen