Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Kassenpatienten brauchen Geduld

Aktuelles

Junge Frau am Telefon

Sind Patienten gesetzlich versichert, müssen sie - teils deutlich - länger auf Facharzttermine warten.
© Werner Heiber - Fotolia

Di. 09. April 2013

Test: Kassenpatienten in Hessen warten bis zu einem Jahr auf Facharzttermin

Gesetzlich Krankenversicherte müssen in Hessen durchschnittlich drei Wochen länger auf einen Termin beim Facharzt warten als privat Versicherte – im Extremfall dauert es ein ganzes Jahr. Das hat eine Untersuchung der verbraucherpolitischen Sprecherin der Grünen im Bundestag, Nicole Maisch, ergeben.

Anzeige

Demnach bekommen Kassenpatienten im Schnitt erst nach 36 Tagen einen Termin, Privatpatienten schon nach 16 Tagen. Die Wartezeit hängt aber stark von der Fachrichtung und von der Stadt ab. Beispielsweise hätte ein privat Versicherter bei einem Augenarzt im südhessischen Darmstadt nach 44 Tagen einen Termin erhalten, ein gesetzlich Versicherter erst nach 365 Tagen. Im Schnitt warten Kassenpatienten beim Augenarzt 33 Tage länger auf einen Termin. Am geringsten ist der Unterschied bei Herz-Spezialisten: Hier müssen sich gesetzlich Versicherte nur 13 statt der 10 Tage wie bei Privatpatienten gedulden.

Für die Erhebung wurden Testanrufe in über 20 Prozent der rund 2.200 hessischen Facharztpraxen durchgeführt. Dabei wurde der gleiche Arzt jeweils einmal von einem Kassen- und einmal von einem Privatpatienten angerufen. Die Testanrufer meldeten sich mit dem Satz "Ich bin privat/gesetzlich versichert und hätte gerne einen Termin" und holten ein Terminangebot ein, auf das sie am Ende des Telefonates aber nicht eingingen. Getestet wurden Haut-, Augen-, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Neurologen, Kardiologen, Radiologen, Ärzte für Innere Medizin und Orthopäden.

FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

„Apotheker müssen zusammenhalten“

Ein Versandhandelsverbot für rezeptpflichtige Medikamente bleibt oberstes Ziel der Apotheker.

Mehr Angestellte in weniger Apotheken

Das geht aus dem Apothekenwirtschaftsbericht 2017 des Deutschen Apothekerverbands hervor.

Weniger Kinder gegen Masern geimpft

Experten weisen anlässlich der Europäischen Impfwoche auf heikle Impflücken hin.

Jürgen Marcus tritt nie wieder auf

Eine Lungenerkrankung zwingt ihn, sich aus dem Musikgeschäft zurückzuziehen.

Arzneimittelausgaben mindern die Steuer

Wer Gesundheitskosten in der Steuererklärung angibt, kann evtl. Steuern sparen.

Tetesept ruft Hustensaft zurück

In eine Charge des Produkts können möglicherweise Glassplitter geraten sein.

Apotheken-Notdienst zu Ostern 2017

Auf aponet.de erfahren Sie, welche Apotheke in Ihrer Nähe an den Feiertagen geöffnet hat.

Wahl 2017: Apotheker legen Kernthesen vor

Deutschlands Apotheker haben ein Positionspapier zur Bundestagswahl veröffentlicht.

Tablettensucht ist weit verbreitet

In Deutschland sind sogar mehr Menschen von Medikamenten abhängig als von Alkohol.

Wie Bewegung bei Parkinson hilft

Durch gezieltes Training lernen Patienten, mit der Krankheit besser umzugehen.

Höhenkrankheit: Sportler gesucht

Für eine Studie werden Läufer und Mountainbiker gesucht, die den Ki­li­ma­nja­ro besteigen.

Jeder zehnte Raucher stirbt an seiner Sucht

Eine globale Studie zeigt die fatalen Folgen des Tabakkonsums.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen