Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Öffentliche Datenbank zu Nebenwirkungen

Aktuelles

Ältere Frau tippt auf einem Laptop

Patienten und andere interessierte Bürger können in Zukunft in der neuen Datenbank zu Nebenwirkungen recherchieren.
© AOK-Mediendienst

Do. 25. April 2013

Öffentliche Datenbank zu Medikamenten-Nebenwirkungen

Ab sofort kann sich jeder in einer öffentlich zugänglichen Datenbank im Internet über Verdachtsberichte zu unerwünschten Wirkungen von Medikamenten informieren. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) listet darin alle in Deutschland gemeldeten Berichte zu zugelassenen Arzneimitteln auf.

Anzeige

Die Datenbank umfasst alle unerwünschten Ereignisse bei Patienten nach der Einnahme eines Arzneimittels, die dem BfArM seit 1995 mit Verdacht auf einen Zusammenhang gemeldet wurden. "Damit schaffen wir noch mehr Transparenz für Ärzte, Patienten und andere interessierte Bürger", erklärte BfArM-Präsident Professor Dr. Walter Schwerdtfeger. Die neue Datenbank startet zunächst mit einer Testphase auf der Homepage des BfArM unter www.bfarm.de beziehungsweise auf nebenwirkung.bfarm.de.

Das BfArM weist darauf hin, dass ein gemeldeter Verdacht nicht bedeute, dass tatsächlich ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Nebenwirkung und Arzneimitteleinnahme bestehe. Auch erlaube die Zahl der in der Datenbank aufgeführten Meldungen keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Häufigkeit von Nebenwirkungen eines Arzneimittels oder eine vergleichende Analyse der Fallzahlen bei unterschiedlichen Arzneimitteln. Denn nicht alle Nebenwirkungen würden gemeldet. Zudem ist die Zahl der Meldungen auch vom Bekanntheitsgrad eines Arzneimittels abhängig. Die Rechercheergebnisse bedürften einer medizinischen Interpretation und dürften keinesfalls als Ersatz für eine ärztliche Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen eines Arzneimittels betrachtet werden, warnt das Institut. Die individuelle Nutzen-Risiko-Bewertung eines Arzneimittels für einen Patienten könne nur im Gespräch mit dem behandelnden Arzt getroffen werden.

VA/PZ

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Masern-Impfpflicht ab März 2020

Ab dem 1. März müssen in Schulen und anderen Einrichtungen Impf-Nachweise erbracht werden.

Verbot der Sterbehilfe wird gelockert

Das Bundesverfassungsgericht hat das Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe gekippt.

Coronavirus: Epidemie auch in Deutschland?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet damit, dass sich das Virus auch hierzulande ausbreiten wird.

So beeinflusst Alkohol die Fahrtüchtigkeit

Schon ab 0,1 Promille werden Entfernungen falsch eingeschätzt.

Mehr Stress im öffentlichen Dienst

Viele Beamte und Angestellte berichten häufig von einer hohen Arbeitsbelastung.

Zecken: Forscher bitten um Hilfe

Einsendungen von Tieren oder Fotos helfen dabei, die Verbreitung neuer Zeckenarten zu verfolgen.

Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen

Zu viel Alkohol bringt knapp 15.000 Kinder und Jugendliche pro Jahr ins Krankenhaus.

Alkohol-Fasten: Online-Aktion startet

Während der Fastenzeit nehmen sich viele Menschen vor, auf Alkohol zu verzichten.

Fasten für die Gesundheit

Im Titelbeitrag der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um Heil- und Intervallfasten.

Neues Gesetz gegen Lieferengpässe

Apotheker haben künftig bessere Möglichkeiten, auf Engpässe bei Medikamenten zu reagieren.

Psychische Leiden auf Rekordhoch

Depressionen und andere psychische Krankheiten sind für die meisten Fehltage im Job verantwortlich.

Experten fordern Solarium-Verbot

Die Deutsche Krebshilfe warnt vor der großen Krebsgefahr, die von Sonnenstudios ausgeht.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen