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Helfer sitzen mit verdreckten Gummistiefeln am Wegesrand

Gummistiefel gehören zur Grundausrüstung von Hochwasser-Helfern.
© kelly marken - Fotolia

Di. 11. Juni 2013

Steigt in Flutgebieten nun die Infektionsgefahr?

In den überfluteten Gebieten kann das Wasser mit Fäkalien oder Chemikalien verunreinigt sein. Das Robert Koch-Institut in Berlin sieht zurzeit aber keine erhöhte Gefahr, dass dadurch das Infektionsrisiko für die Bewohner in den Regionen steigt – vorausgesetzt man beherzigt die üblichen Vorsorgemaßnahmen.

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Bei früheren Überschwemmungen in Deutschland gab es kein außergewöhnliches Infektionsgeschehen. Es ist jedoch denkbar, dass mit dem Stuhl ausgeschiedene Erreger in das Flusswasser gelangen, wenn Abwassersysteme überflutet werden. Die Keime können zu Magen-Darm-Erkrankungen oder Hepatitis A führen. Derzeit empfiehlt das Robert Koch-Institut keine allgemeine Impfung der Betroffenen gegen Hepatitis A. Für Einsatzhelfer könne eine solche Impfung jedoch sinnvoll sein. Ein Impfschutz gegen Tetanus sollte auf jeden Fall vorhanden sein.

Hygienische Probleme ergeben sich vor allem nach dem Ende der Überschwemmung, wenn die Bewohner bei Aufräumarbeiten in ihren Häusern, Kellern und Gärten intensiven Kontakt zu Überschwemmungswasser haben. Am besten schützt man sich durch strikte Händehygiene und den Verzehr von hygienisch unbedenklichen Lebensmitteln, vor allem von sauberem Trinkwasser, raten die Infektionsschutz-Experten. Lebensmittel, die mit Überschwemmungswasser in Berührung gekommen sind, sollten nicht verzehrt werden. Gartenbesitzer sollten daran denken, dass Wasser aus Teichen und Bächen nach einer Überschwemmung für die Bewässerung von Gemüse, Feldfrüchten, Obst u.ä. nicht geeignet ist. Kinder sollten nicht im Überschwemmungswasser baden oder spielen.

RF/RKI

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