Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Neue Blutdruck-Zielwerte beschlossen

Aktuelles

Weißhaarige Ärztin misst mittelalter blonder Frau hellblauer Bluse den Blutdruck

Beim Bluthochdruck werden heute Werte unter 140 mmHg angepeilt.
© Robert Kneschke - Fotolia

Fr. 21. Juni 2013

Neue Zielwerte für die Bluthochdruck-Behandlung

Nicht nur der Euro und Wirtschaftsfragen werden auf europäischer Ebene verhandelt: Auch die Zielwerte für die Behandlung von Bluthochdruck sind ein gesamteuropäisches Thema. Die medizinischen Fachgesellschaften haben gerade die Behandlungsleitlinien aktualisiert. In vielen Fällen soll der Blutdruck nicht mehr ganz so strikt gesenkt werden wie früher.

Anzeige

Zukünftig gilt für die meisten Patienten mit Bluthochdruck das einheitliche Therapieziel, den oberen Blutdruckwert auf unter 140 mmHg zu senken. Das betrifft beispielsweise sowohl ältere Menschen unter 80 Jahre als auch Diabetiker, Patienten mit moderatem Herz-Kreislauf-Risiko, Patienten, die einen Schlaganfall hatten, oder Menschen mit Koronarer Herzerkrankung und viele weitere Patientengruppen. Für den unteren Blutdruckwert sollen allgemein unter 90 mmHg angesteuert werden - mit Ausnahme von Diabetikern, bei denen die Fachleute empfehlen, den Wert unter 85 mmHg zu senken. Darauf haben sich die europäischen Fachgesellschaften für Bluthochdruck und für Kardiologie geeinigt. Die Werte wurden in den gerade neu überarbeiteten Behandlungsleitlinien für Bluthochdruck veröffentlicht.

In den bisherigen Leitlinien aus dem Jahr 2007 waren für unterschiedliche Patientengruppen viele verschiedene Zielwerte definiert. Da sich in der Zwischenzeit im Hinblick auf die Bluthochdruckbehandlung neue Erkenntnisse ergeben haben, hielten es die Fachgesellschaften für höchste Zeit, diese in die Leitlinien einfließen zu lassen. Ein 25-köpfiges Gremium von Fachleuten hat dann über 700 Studien zum Thema Bluthochdruck ausgewertet, um mit neuen Leitlinien die Behandlung zu verbessern und gleichzeitig zu vereinfachen.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Masern: Viele Kinder sind nicht geschützt

Neue Zahlen zeigen, dass es in Deutschland immer noch Nachholbedarf gibt.

Lieber krank werden als zum Impfen?

Beim Thema Impfen haben viele Eltern riskante Wissenslücken.

Väter bleiben häufiger beim kranken Kind

Der Anteil an Vätern, die mit ihrem Kind zu Hause bleiben, hat sich seit 2007 verdoppelt.

Senioren: Angst vor Alzheimer ist groß

Mehr als jeder zweite Senior fürchtet sich vor dem Gedächtnisverlust.

NAI vom 15.4.2018: Heuschnupfen

Im Titelbeitrag der aktuellen Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um Heuschnupfen.

Hausapotheke regelmäßig ausmisten

Abgelaufene Medikamente sind oft nicht mehr wirksam.

Lesertelefon: Parkinson-Therapie

Experten klären zum Welt-Parkinson-Tag über die Behandlung der Krankheit auf.

Stress: Jeder Zweite fürchtet Burn-out

Viele Arbeitnehmer fühlen sich durch Termindruck und Überstunden sehr gestresst.

Kassen zahlen bald Vierfach-Impfstoff

Dieser kann der Grippe besser vorbeugen als der bislang häufig verwendete Dreifach-Impfstoff.

2017: Über 2200 Behandlungsfehler

Gutachter haben für das vergangene Jahr 2.213 ärztliche Behandlungsfehler bestätigt.

Junge Menschen erwarten Antibiotika

Auch bei einer Erkältung erwarten viele, dass ihr Arzt ein Antibiotikum verordnet.

NAI vom 1.4.2018: Wie Hormone wirken

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten geht es darum, wie Hormone unser Leben steuern.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen