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Mädchen in der Schule am Pult sitzend und in die Kamera lächelnd

In den USA ist die Impfung gegen Mumps, Masern und Röteln Voraussetzung für den Schulbesuch.
© mauritius images

Mi. 03. Juli 2013

2013 hat bereits jetzt mehr Masern-Fälle als 2012

Die Zahl der Masernerkrankungen übertrifft die des gesamten Vorjahres bereits jetzt um ein Vielfaches und steigt weiter an. Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin meldet, dass bis zum 17. Juni insgesamt 905 Masernfälle übermittelt wurden. Im gesamten Jahr 2012 wurden lediglich 166 Masernfälle in Deutschland verzeichnet.

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Die meisten Masernfälle traten in Bayern (388) und in Berlin (356) auf. Die Mehrheit der Erkrankten sei laut RKI ungeimpft gewesen oder hätte einen unbekannten Impfstatus. Aufgrund der schlechten Durchimpfungsrate der Bevölkerung brachte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) eine Impfpflicht für Kinder ins Gespräch. Gegenüber der Zeitung Bild sagte er: "Es ist verantwortungslos, wenn Eltern ihre Kinder nicht impfen lassen." In Skandinavien und in den USA seien Masern de facto ausgerottet, aber in Deutschland sei die Impfrate dafür nicht hoch genug. "Bleibt das so, wird die Diskussion über eine Impfpflicht kommen", so Bahr.

Trotz dieser Äußerung des Ministers sei es nicht das Ziel des Bundesministeriums für Gesundheit, eine Impfpflicht einzuführen, sagte ein Sprecher gegenüber der Pharmazeutischen Zeitung. Man appelliere vielmehr an die Verantwortung der Eltern, ihre Kinder impfen zu lassen. Zudem sollte sich auch jeder Erwachsene noch einmal seinen Impfpass vornehmen und seinen eigenen Impfstatus überprüfen. Ein hoher Anteil der Erkrankungen trat dem RKI zufolge bei Erwachsenen auf.

ch/PZ

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