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Junge Frau wird in der Apotheke von einem Apotheker und einer Apothekerin beraten

Auch wenn die "Pille danach" rezeptfrei werden würde, könnten die Apotheker eine Patientin im Zweifel an einen Arzt verweisen.
© Robert Kneschke - Fotolia

Mo. 08. Juli 2013

Länder: "Pille danach" soll rezeptfrei werden

Die Bundesländer haben sich dafür ausgesprochen, Frauen die "Pille danach" auch ohne Rezept zugänglich zu machen. Der Bundesrat fordert die Regierung dazu auf, Notfall-Verhütungsmittel mit dem Wirkstoff Levonorgestrel aus der Verschreibungspflicht zu entlassen.

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Als Begründung nennen die Bundesländer, dass die "Pille danach" in fast allen anderen europäischen Ländern bereits rezeptfrei erhältlich sei. In Deutschland könne mit der verpflichtenden Rezeptausstellung durch einen Gynäkologen bis zur Einnahme des Präparats aber zu viel Zeit verstreichen. Dies gelte insbesondere an Wochenenden, an denen ein Rezept in der Regel nur in Krankenhausambulanzen oder durch den ärztlichen Notdienst ausgestellt werden könne. Aus frauenpolitischer Sicht sei die "Pille danach" zudem ein wichtiges Instrument der selbstbestimmten Familienplanung.

Die Länder vertrauen bei ihrem Vorstoß auf die Kompetenz der Apotheker. Durch die Abgabe des Arzneimittels in der Apotheke sei die notwendige Beratung "kompetent gewährleistet". Bei Bedarf könne der Apotheker die Patientin zudem an einen Arzt verweisen. Letztlich gebe es keine sachlichen Gründe, die rezeptfreie Vergabe der "Pille danach" abzulehnen, heißt es weiter. Medizinische Risiken seien bislang nicht bekannt. In anderen Ländern habe die Freigabe zudem nachweislich geholfen, Schwangerschaftsabbrüche zu verhindern.

Ob dieser Vorstoß allerdings dazu führen wird, dass die Bundesregierung das Thema tatsächlich noch einmal aufgreift, ist fraglich. Die Forderung des Bundesrats ist rechtlich nämlich nicht verbindlich.

PZ/SCH/FH

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