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Muslima mit Kopftuch im Gespräch mit muslimischer Ärztin

Muslime, die auch während des Ramadan zu bestimmten Tageszeiten Medikamente einnehmen müssen, sollten mit ihrem Arzt oder Apotheker eine individuelle Lösung finden.
© WONG SZE FEI - Fotolia

Mi. 10. Juli 2013

Ramadan: Medikamente weiter einnehmen

Gerade hat der islamische Fastenmonat Ramadan begonnen. Kranke Muslime müssen nach den religiösen Vorschriften des Korans nicht fasten. Viele möchten dies aber trotzdem tun. Für Muslime, die Medikamente einnehmen, ist es wichtig, die Einnahme fortzusetzen und an die veränderten Essenszeiten anzupassen. Darauf macht die Bundesapothekerkammer (BAK) aufmerksam.

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Häufig sind Risiken durch eine neue Abstimmung der Dosis vermeidbar. "Wer dauerhaft zu bestimmten Tageszeiten Medikamente einnehmen muss, sollte mit seinem Arzt oder Apotheker eine individuelle Lösung finden", sagt BAK-Präsident Dr. Andreas Kiefer. So ist es bei einigen Krankheiten möglich, die Medikamente ausnahmsweise nachts einzunehmen oder auf einen Arzneistoff auszuweichen, der seltener eingenommen werden muss.

Gerade bei Diabetes kann sich ein veränderter Tagesablauf auf die Therapie auswirken. Kiefer rät daher Diabetikern, sich unbedingt beraten zu lassen, wann sie ihre Medikamente während des Ramadans am besten einnehmen. Zudem ist es entscheidend, mehrmals täglich die Blutzuckerwerte zu kontrollieren und auf die Symptome einer Über- bzw. Unterzuckerung zu achten. Für den Fall einer Unterzuckerung hilft es, immer Traubenzucker dabei zu haben. Damit lässt sich der Blutzucker schnell wieder anheben. In Notfallsituationen erlaubt der Koran, das Fasten zu unterbrechen.

Die Verbote des Korans gelten nicht für alle Arzneiformen gleich: Die Anwendung von Dosiersprays oder Pulverinhalatoren gegen Asthma oder andere Lungenkrankheiten verstößt nicht gegen die Fastenregeln und ist deshalb im Ramadan erlaubt. Salben und Augentropfen werden ebenfalls als zulässig angesehen, nicht aber Nasentropfen oder Zäpfchen.

BAK/RF

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