Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Scheidungskinder werden eher krank

Aktuelles

Ein Junge und ein Mädchen sitzen im Klassenraum und bekommen von einem jungen Lehrer etwas erklärt

Lassen sich die Eltern scheiden, kann ein Kind in der Schule unter Umständen schlechter abschneiden - mit weitreichenden Konsequenzen für dessen Gesundheit.
© Christian Schwier - Fotolia

Fr. 12. Juli 2013

Scheidungskinder sind gesundheitlich anfälliger

Kinder, die noch keine 16 Jahre alt waren, als ihre Eltern sich scheiden ließen, haben als Erwachsene häufiger gesundheitliche Probleme. Laut einer Studie britischer Forscher sind sie anfälliger für Entzündungen als Gleichaltrige, deren Eltern sich nicht oder erst später trennten.

Anzeige

Den Grund für diesen Zusammenhang sehen die Studien-Autoren nicht in der Scheidung an sich, sondern in den finanziellen Nachteilen und dem oft niedrigeren Bildungsgrad dieser Kinder, verglichen mit Kindern, die mit beiden Elternteilen aufwachsen. Hauptautorin Dr. Rebecca Lacey vom University College in London erklärt, dass zu den sozialen Nachteilen, die Scheidungskinder haben, auch das Abschneiden in der Schule gehöre und dass dieses durch die Scheidung der Eltern beeinflusst werde. Die genauen Zusammenhänge seien jedoch noch unklar. Die Studie zeige laut der Forscher, wie wichtig es sei, Familien in Trennungssituationen zu unterstützen, um spätere Erkrankungen zu verhindern.

Die Konzentration des sogenannten C-reaktiven Proteins (CRP), einem Anzeichen für Entzündungen im Blut der untersuchten Erwachsenen, war um 16 Prozent höher als bei denen, die keine Scheidung in der Kindheit erlebt hatten. Ein erhöhter CRP-Wert wird mit Krankheiten wie der Koronaren Herzkrankheit und Typ-2-Diabetes in Zusammenhang gebracht. Die Daten stammen aus einer landesweiten Studie zur Kindheitsentwicklung, die bereits im Jahr 1958 begonnen hatte.

JM

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Apotheker unterstützen E-Rezept

Ab 2020 sollen Patienten digitale Rezepte in Apotheken einlösen können.

Pflege: Angehörige sind oft überlastet

Die Zahlen sind alarmierend: Viele sind kurz davor, ihren Dienst einzustellen.

"Notdienst in der Apotheke schützen"

Apotheken spielen eine wichtige Rolle für in der Notfallversorgung.

Resistente Keime in Rohkost und Salat?

Kräuter und Tütensalat sind offenbar häufig mit resistenten Bakterien verunreinigt.

Wechseldusche beugt Erkältung vor

Mit diesen Tipps lassen sich die Abwehrkräfte im Herbst und Winter stärken.

Von der Rezeptgebühr befreien lassen

Wer einen Antrag auf Befreiung stellen kann und wie das funktioniert, lesen Sie hier.

Tipps für Zuhause: Acrylamid meiden

Beim Erhitzen von Lebensmitteln können krebserregende Stoffe entstehen.

Jede Zweite vergisst die Pille regelmäßig

Gerade Teenager nehmen die Antibabypille oft nicht zuverlässig ein.

Männer nehmen Vorsorge nicht ernst

Viele Männer kümmern sich zu wenig um ihre Gesundheit.

NAI vom 1.11.2018: Großer Vitaminreport

Im Themenspezial der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten geht es um das Thema Vitamine.

Grippe-Impfstoffe sind fast ausverkauft

Die Impfstoffe sind so gut wie ausverkauft, nachkommen wird offenbar nichts.

Luftqualität: besser, aber nicht gut

Die Emissionen im Straßenverkehr sind besonders schädlich, wie ein aktueller Bericht zeigt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen