Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Ursache für Impulskäufe entdeckt

Aktuelles

Junge Frau schiebt einen gefüllten Einkaufwagen durch einen Supermarkt, nimmt ein Pakt aus dem Regal und schaut es sich an

Warum landen beim Einkaufen eigentlich oft Produkte im Wagen, die ursprünglich gar nicht auf der Einkaufsliste standen?
© Gina Sanders - Fotolia

Mi. 17. Juli 2013

Ursache für Impulskäufe entdeckt

Psychologen der Universität Wien haben untersucht, warum Konsumenten beim Einkaufen oft zu Produkten greifen, die ursprünglich nicht auf ihrer Einkaufsliste zu finden waren. Extremen Fällen liegt dabei offenbar ein Ablenkungseffekt zugrunde wie er auch bei Drogennutzern auftritt.

Eine aktuelle Studie des Forscherteams um den Sozialpsychologen Oliver Büttner hat gezeigt, dass sich impulsive Konsumenten beim Einkaufen schlecht gegen ablenkende Reize abschirmen konnten und dadurch stärker durch Produkte ablenken ließen, die nichts mit dem Ziel ihres Einkaufs zu tun haben. Interessanterweise ließen sie sich nicht nur von attraktiven, typischen Impulsprodukten, sondern auch von neutralen Produkten ablenken. Diese leichte Ablenkbarkeit zeigte sich aber nur in Einkaufssituationen. Impulsive Käufer sind also nicht generell leichter ablenkbar. Ähnliche Ablenkungseffekte seien auch in Studien zum Konsum von Drogen nachgewiesen worden, so die Wiener Psychologen.

Anzeige

Sie vermuten, dass impulsive Käufer beim Einkauf bereits mehr Produkte als nicht-impulsive sehen. "Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit für Spontankäufe im Geschäft", so Büttner. Die Ergebnisse ergänzen bisherige Forschungsarbeiten zu Impulskäufen, die sich vor allem auf mangelnde Willensstärke oder starkes Verlangen bei impulsiven Konsumenten gerichtet hatten.

Für die Studie hatten sich Versuchspersonen auf ein bestimmtes Produkt konzentrieren und hierzu Fragen beantworten müssen, während ihnen zusätzlich ablenkende Produkte gezeigt wurden. Dabei wurden mithilfe einer Apparatur zur Aufzeichnung der Blickbewegungen untersucht, welche Produkte die Teilnehmer betrachteten. Die Ergebnisse haben die Wiener in der Fachzeitschrift "Social Psychological and Personality Science" veröffentlicht.

Uni Wien/FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

7 Tipps: Mit Haustieren auf Reisen

Was bei Auto- und Flugreisen beachtet werden muss, erfahren Tierbesitzer hier.

Jeder zweite Raucher will aufhören

Gute Nachrichten: Vor allem jüngere Menschen wollen mit dem Rauchen aufhören.

Urlaub: Jeder Dritte kann nicht abschalten

Für viele Deutsche bedeutet der Sommerurlaub nicht nur Erholung.

Arme Kinder sehen schlechter

Experten fordern eine bessere Vorsorge für Kinder aus sozial benachteiligte Familien.

Valproat-Risiko: neue Patientenkarte

Frauen im gebärfähigen Alter bekommen zusätzliche Hinweise zur Sicherheit.

Weniger Medikamente frei von Zuzahlung

Die Befreiungsquote von Rabattarzneimitteln sinkt kontinuierlich.

Zu viel Fett fördert Darmkrebs

Fettige Nahrung, steigert das Darmkrebsrisiko. Warum das so ist, zeigten amerikanische Forscher.

Hilft Dehnen gegen Sportverletzungen?

Eine neue Studie zeigt, dass andere Übungen Sportverletzungen besser vorbeugen können als sich zu dehnen.

Urlaub für pflegende Angehörige

Es besteht ein Anspruch auf Ersatzleistungen von der Pflegekasse.

Europäer trinken zu viel Alkohol

Dadurch steigt die Gefahr für Krebserkrankungen des Verdauungstrakts deutlich.

NAI vom 1.7.2017: Lebenselixier Wasser

Diesmal dreht sich alles um das klare Nass: seine Vorteile für die Gesundheit und wie es dem Körper nutzt.

Lieferengpässe in der Apotheke vermeiden

Apotheker fordern: Die Lieferkette von Medikamenten muss transparenter werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen