Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Apotheker vertrauen Rechenzentren

Aktuelles

Ältere Apothekerin nimmt von älterer Kundin Rezept entgegen

Damit Apotheken von den Krankenkassen Geld für erbrachte Leistungen - also die Belieferung der Patienten mit Arzneimitteln - bekommen, müssen sie Rezeptdaten liefern. Diese Daten werden in speziellen Rechenzentren gesammelt, verarbeitet und dann an die Kassen weitergeleitet.
© ABDA

Mo. 19. August 2013

Apotheker vertrauen Rechenzentren

Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände vertraut darauf, dass die Apothekenrechenzentren die ihnen von den Apotheken gelieferten Daten nach Recht und Gesetz weiterverarbeiten. Das teilt die ABDA als Reaktion auf den Bericht "Pillendreher als Datendealer" im SPIEGEL 34/2013 mit.

Apotheken in Deutschland sind gesetzlich verpflichtet, Daten zur Rezeptabrechnung an die gesetzlichen Krankenkassen zu liefern. Die Datenlieferungen sind Grundlage für die Abrechnung von Leistungen und müssen elektronisch erfolgen. Das regelt § 300 im Fünften Buch des Sozialgesetzbuches (SGB V). Wegen des großen Datenumfanges und der hohen Anforderungen an die Qualität der Daten müssen sich die Apotheken hierzu spezialisierter Abrechungsstellen bedienen. Die Daten für die Krankenkassen werden deshalb in den Apothekenrechenzentren gesammelt, verarbeitet und dann an die Kassen weitergeleitet.

Anzeige

Bei den jetzt im SPIEGEL erhobenen Vorwürfen handelt es sich offenbar um Vorgänge, die mit der eigentlichen Abrechnung nichts zu tun haben. Der Gesetzgeber hat die Verarbeitung anonymisierter Daten "zu anderen Zwecken" ausdrücklich erlaubt, zum Beispiel für Forschungszwecke oder als Grundlage für die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung. Solche Datensätze müssen jedoch anonymisiert sein, d.h. es dürfen keinerlei Rückschlüsse auf Personen (z.B. Patienten, Apotheker, Ärzte) möglich sein. In § 300 SGB V heißt es dazu im Wortlaut: "Anonymisierte Daten dürfen auch für andere Zwecke verarbeitet und genutzt werden."

"Deutschlands Apotheker vertrauen darauf, dass die für sie tätigen Dienstleister alle Daten nach Recht und Gesetz verarbeiten", sagt Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes. "Die Apothekenrechenzentren garantieren den abrechnenden Apotheken die korrekte Anwendung sämtlicher Datenschutzvorschriften. Dies ist uns Apothekern von den dienstleistenden Unternehmen immer wieder bestätigt worden. Wir gehen deshalb davon aus, dass sich diese Unternehmen der Sensibilität bei der Verarbeitung von personenrelevanten Daten voll bewusst sind. Am Schutz der Daten haben die Apotheker ein genau so hohes Interesse wie die Patienten."

ABDA

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Tabuerkrankungen: Peinlich gibt’s nicht!

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten geht es um das Thema Blasenschwäche.

Luftverschmutzung verkürzt das Leben

Dreckige Luft könnte ein noch größeres Gesundheitsrisiko als Tabakrauchen sein.

Masernausbruch in Niedersachen

Nicht alle Eltern lassen ihre Kinder impfen - mit gefährlichen Folgen.

Sichere Medikamente für Senioren

Wie Apotheker helfen, arzneimittelbezogene Probleme dieser Patientengruppe zu vermeiden.

Gürtelrose-Impfung wird Kassenleistung

Senioren ab 60 Jahren wird empfohlen, sich gegen Gürtelrose impfen zu lassen.

Kein Kaffee vor dem Blutdruckmessen

Einige Dinge können die Werte verfälschen, erklärt ein Apotheker.

Vor der Reise: Impfpass checken

Auch Standardimpfungen sollten vollständig sein, rät ein Apotheker.

Cannabis auf Rezept: Nachfrage steigt

Die Zahl der ausgestellten Rezepte hat sich seit 2017 verdreifacht.

NAI vom 1.3.2019: Endlich schöne Haut

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten erfahren Sie alles über die richtige Pflege für jeden Hauttyp.

Reizdarm wird oft falsch behandelt

Häufig kommen Maßnahmen und Medikamente zum Einsatz, die fraglich sind.

Mehr IGeL-Leistungen für Gutverdiener

Ärzte bieten manchen Patienten häufiger Selbstzahler-Leistungen an als anderen.

Patienten verstehen ihren Arzt häufig nicht

Viele Patienten wissen nicht genau, was sich hinter medizinischen Fachbegriffen verbirgt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen