Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik STIKO empfiehlt Rotavirus-Impfung

Aktuelles

Zwei Kinder liegen auf dem Bauch.

Rotaviren sind die häufigste Ursache für schwere Durchfall-Erkrankungen bei Kindern unter fünf Jahren.
© photofey - Fotolia

Di. 27. August 2013

Neue Impf-Empfehlungen zu Rotaviren

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut hat den Schutz vor Rotaviren in ihre aktuellen Impfempfehlungen aufgenommen. Die überarbeiteten Empfehlungen enthalten auch Neuerungen bezüglich der Hepatitis-B- und der Grippeimpfung.

Anzeige

Die Rotavirus-Schutzimpfung für Säuglinge hat die STIKO neu in den Impfkalender aufgenommen. Rotaviren sind die häufigste Ursache von Magen-Darm-Infektionen bei Kindern unter fünf Jahren. Jährlich mussten bislang etwa 20.000 Kinder in Deutschland wegen einer Infektion mit den Erregern im Krankenhaus behandelt werden. Durch die Impfung soll die Krankheitslast gesenkt werden. Bei der Impfung handelt es sich um eine Schluckimpfung, die je nach Hersteller zwei beziehungsweise drei Dosen umfasst. Die Impfserie beginnt im Alter von sechs bis zwölf Wochen und ist je nach Impfstoff bis zur vollendeten 24. oder 32. Lebenswoche beendet. Die Impfung kann zusammen mit anderen Standardimpfungen für das Säuglingsalter erfolgen.

Neues gibt es auch bezüglich der Grippeimpfung: Unter anderem wird die Influenza-Impfung nun allen Personen empfohlen, die eine Risikoperson betreuen, egal ob diese geimpft ist oder nicht. Grund ist, dass die Influenza-Impfung keinen 100-prozentigen Schutz bietet. Das gilt insbesondere für ältere oder immungeschwächte Menschen, die somit auch bei Impfung indirekt von einem Impfschutz der sie betreuenden Personen profitieren.

Bei der Hepatitis B-Impfung hat die STIKO die Dauer des Impfschutzes mit Hilfe einer systematischen Analyse der weltweit verfügbaren Daten neu bewertet. Aus den Daten ließe sich ableiten, dass nach einer in der Kindheit oder im Erwachsenenalter erfolgreich durchgeführten Grundimmunisierung im Allgemeinen keine Auffrischimpfung notwendig ist. Dennoch wird wie bisher die Kontrolle des Impferfolgs mittels einer Blutuntersuchung empfohlen.

ch/PZ/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Stefanie Tücking: Todesursache bekannt

Die SWR3-Moderatorin ist an einer Lungenembolie gestorben.

Statine werden zu häufig verordnet

Ärzte vernachlässigen offenbar zu häufig die Gefahr von Nebenwirkungen.

Schadstoffe im Weihnachtsgebäck

Lebkuchen, Stollen & Co sind in diesem Jahr seltener mit Acrylamid belastet.

Kinderlose Senioren sind nicht einsam

Wer keine Kinder hat, pflegt im Alter engere Beziehungen zu Freunden und Bekannten.

NAI vom 1.12.2018: Weihnachts-Spezial

Im Themenspezial der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um Weihnachten.

Weihnachtspflanzen sind oft giftig

Amaryllis, Weihnachtsstern & Co können starke Vergiftungen auslösen.

Lesertelefon: Sicher Auto fahren im Alter

Experten beantworten Fragen zum Thema Fahrfitness im Alter.

Gefahr durch Medizinprodukte?

Prothesen und Implantate werden in Deutschland offenbar nur unzureichend geprüft.

Organspende: Zahl steigt wieder

Erstmals seit Jahren gibt es in Deutschland wieder mehr Organspender.

Lebenserwartung bei Mukoviszidose steigt

Mukoviszidose ist längst keine Kinderkrankheit mehr.

Zahl der HIV-Neuinfektionen sinkt

Fatal ist jedoch, dass viele Menschen in Deutschland nichts in ihrer Infektion wissen.

Medikationsfehler: Senioren oft betroffen

Etwa die Hälfte aller Senioren nimmt Medikamente, die nicht für sie geeignet sind.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen