Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Mehr Herzinfarkte in ärmeren Stadtteilen

Aktuelles

Rettungswagen in Fahrt

Im Falle eines Herzinfarkts zählt jede Sekunde.
© Christian Müller - Fotolia

Mi. 04. September 2013

Mehr Herzinfarkte in sozial benachteiligten Stadtteilen

In sozial benachteiligten Stadtteilen gibt es deutlich mehr Herzinfarkte als in sozial privilegierteren Bezirken. Das zeigt eine Auswertung der Daten aus dem Bremer Herzinfarktregister, die auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Amsterdam präsentiert wurde.

Anzeige

In den Teilen von Bremen mit dem niedrigsten Sozialstatus ereigneten sich 66 Herzinfarkte pro 100.000 Einwohner, in den sozial stärksten Gegenden betrug dieses Verhältnis 47 pro 100.000 Einwohner. Die Infarkt-Patienten aus den sozial schwächsten Bezirken waren mit durchschnittlich 62 Jahren deutlich jünger als die sozial besser gestellten Patienten (67 Jahre). Das Risiko innerhalb eines Jahres nach dem Infarkt zu versterben, war in den sozial schwächeren Stadtteilen höher. Eine Erklärung dafür könnten die erhöhten Herz-Kreislauf-Risikofaktoren in den Stadtvierteln mit dem geringsten Sozialstatus sein: Hier lag der Anteil der Raucher bei 51 Prozent gegenüber 36 Prozent in den "besten" Stadtvierteln der Analyse. Zudem waren die Einwohner häufiger übergewichtig (26 gegenüber 17 Prozent).

Die Bremer Forschergruppe hatte für ihre Analyse der Daten des Bremer Herzinfarktregisters die Stadteile nach dem sogenannten Allgemeinen Bremer Benachteiligungsindex (BI) und der Einkommensstatistik der Stadtteile in vier Gruppen eingeteilt. Der BI berücksichtigt Kriterien wie Arbeitslosigkeit oder Beschäftigung, Migrationshintergrund, Schulbildung, Kriminalität, Wahlbeteiligung oder Geschlecht und Alter der Bevölkerung.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Jeder Vierte hat Angst vor Bienen

Fakten und Mythen rund um Bienen, Wespen, Hornissen und andere Insekten.

Wie sicher sind Bluttransfusionen?

Ab 2019 soll Spenderblut auch auf Hepatitis-E-Viren getestet werden.

Obst und Gemüse landen zu oft im Müll

Im Schnitt verschwendet jeder Europäer jährlich 14 Kilo Obst und Gemüse.

Tropische Zecken in Deutschland gefunden

Ein gefundenes Exemplar trug den Erreger des Zecken-Fleckfiebers in sich.

Geld zurück mit dem Grünen Rezept

Viele Krankenkassen erstatten die Kosten für rezeptfreie Medikamente.

Doping beim Fitness: Auch Frauen betroffen

Immer mehr Sportler nehmen herzschädigende Medikamente ein, um ihre Fitness zu verbessern.

Bauch-OP: Sterberate hängt von Klinik ab

Experten fordern, dass der Eingriff nur in zertifizierten Kliniken durchgeführt werden sollte.

Hitzschlag: Kein Paracetamol & Co

Fiebersenkende Medikamente sollten besser nicht eingenommen werden.

Teenager: Vorsorge J1 ist unbeliebt

Nur etwa jeder zweite Teenager nutzt die kostenlose Jugendgesundheitsuntersuchung.

Hitze im Büro macht vielen zu schaffen

Auch klimatisierte Räume empfinden viele als störend, wie eine Umfrage zeigt.

NAI vom 1.8.2018: Es liegt was in der Luft

Im Titelbeitrag der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten geht es um Insekten, Pollen und erhöhte Ozonwerte.

Check-up 35: Künftig nur noch alle 3 Jahre

Dafür soll die Vorsorgeuntersuchung umfassender werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen