Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Neue Rolle für Apotheken

Aktuelles

ABDA-Hauptgeschäftsführer Dr. Sebastian Schmitz, ABDA-Präsident Friedemann Schmidt und ABDA-Vizepräsident Mathias Arnold.

Das Podium der Auftaktpressekonferenz zum Deutschen Apothekertag 2013 in Düsseldorf (vlnr): ABDA-Hauptgeschäftsführer Dr. Sebastian Schmitz, ABDA-Präsident Friedemann Schmidt und ABDA-Vizepräsident Mathias Arnold.
© Alois Müller

Di. 17. September 2013

Neue Rolle für Apotheken

Beinahe 100 Milliarden Mal werden pro Jahr in Deutschland Medikamente eingenommen. Angesichts dieser gewaltigen Summe, der wachsenden Zahl von Arzneimitteln und der älter werdenden Bevölkerung bieten die Apotheker an, ihre Rolle in der Gesellschaft und im Gesundheitswesen neu zu definieren.

Anzeige

Kernelement dessen, was Apotheken in der neuen Rolle bieten könnten: den Patienten ausführlicher, konsequenter und verbindlicher in der Therapie zu begleiten. Das erklärte der Präsident der Apothekerschaft, Friedemann Schmidt, in einer Pressekonferenz zum Deutschen Apothekertag in Düsseldorf. Dazu gehöre auch, so Schmidt, mit dem Patienten Termine in der Apotheke auszumachen, die Arzneimitteleinnahme wiederholt zu erklären und letztlich die Frage zu diskutieren: Ist der Therapieerfolg so, wie der Patient ihn erwartet hat? Der Patient komme ja mit dem Anliegen: "Ich bin krank – kannst Du mir helfen?" Nur ein engmaschiges Medikationsmanagement könne dem Arzneistoff zu seinem vollen Nutzen verhelfen.

Die Apotheken wollen dies in enger Abstimmung mit den anderen Gesundheitsberufen und allen voran den Ärzten leisten, um mit den Ressourcen so nutzbringend wie möglich umzugehen und kostenbewusst zu arbeiten. Diagnose und Therapieentscheidung sollen beim Arzt bleiben.

Bisher sind diese aufwändige Therapiebegleitung und das dazugehörende Medikationsmanagement für Apotheken freiwillig. Schmidt plädiert dafür, es für Apotheken verpflichtend einzuführen und eine Vergütungsstruktur zu schaffen. In der Schweiz, in England und Australien beispielsweise gebe es solche Strukturen bereits.

Vom diesjährigen Apothekertag soll die Botschaft ausgehen, die Apotheker seien für Visionen bereit, erklärte auch der Vizepräsident des Berufsstandes, Mathias Arnold. Schon im Vorfeld der Bundestagswahlen habe man mit der Kampagne Gesundheit wählen die drängenden gesundheitspolitischen Fragen in die Öffentlichkeit getragen.

JPL

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wann zum Arzt bei Durchfall & Co?

Experten beraten am 26. Oktober zur richtigen Therapie bei Magen-Darm-Problemen.

Sound-Spielzeug kann das Gehör schädigen

Eltern prüfen am besten im Vorfeld, wie viel Dezibel ein Spielzeug erzeugen kann.

Depression: Viele Senioren leiden still

Viele Betroffene glauben, dass sie mit ihren Problemen allein fertig werden könnten.

Sexualstörungen sind bei Diabetes häufig

Nur wenige Betroffene sprechen über ihr Problem, obwohl es gute Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Apotheker blicken mit Sorge in die Zukunft

Drei Viertel erwarten, dass sich ihre wirtschaftliche Lage verschlechtern wird.

Diese Krankheiten sind sehr gefürchtet

Ist es Covid-19? Eine Umfrage zeigt, vor welchen Krankheiten die Deutschen am meisten Angst haben.

Lungenkrebs-Screening kann Leben retten

Risikopatienten wie (ehemals) starke Raucher profitieren von einem Screening.

Männerleiden: Was tun bei Haarausfall?

Alles rund um das Thema Haarausfall bei Männern lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten.

Schutz vor HIV: Spritze statt Tablette

Alle 8 Wochen eine Spritze statt täglich Tabletten: Künftig wird es eine neue HIV-Prophylaxe geben.

Junge Menschen fühlen sich oft einsam

Junge Erwachsene zwischen 20 und 30 leiden oft stärker unter Einsamkeit als Senioren ab 60.

Lungenprobleme durch E-Zigaretten

Über die Hälfte aller Dampfer berichten, unter Husten, Atemnot oder Brustschmerzen zu leiden.

Gestörter Zyklus bei jungen Sportlerinnen

Bei jungen Frauen, die viel Sport treiben, ist das Ausbleiben der Periode keine Seltenheit.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen