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Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV)

Fritz Becker, der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), fordert von den Krankenkassen, das Wohl der Patienten wieder in den Vordergrund zu rücken.
© Alois Müller

Mi. 18. September 2013

Becker fordert patientenorientierte Krankenkassen

Die Krankenkassen müssen sich wieder auf ihre eigentliche Rolle im Gesundheitswesen besinnen: als handlungsfähige Partner der Selbstverwaltung, die das Wohl der Patienten im Auge behalten. Das fordert Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), bei der heutigen Eröffnung der pharmazeutischen Fachmesse "expopharm".

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"Wir Apotheker sind ein entschlossener, aber auch lösungsorientierter Verhandlungspartner, der eine starke Selbstverwaltung befürwortet", sagte Becker. Er kritisierte eine mangelnde Patientenorientierung der Kassen und nannte dafür als Beispiel die Ausschreibungen für Impfstoffe, die im letzten Winter für Engpässe bei den Grippeimpfstoffen gesorgt hatten (aponet.de berichtete). "Impfstoffe sind Arzneimittel der besonderen Art. Bei Ausschreibungsverfahren für Impfstoffe können Produktionsausfälle nicht ausgeglichen werden, da keine ausreichenden Reserven vorhanden sind." Becker weiter: "Leider gibt es wieder Berichte über verspätet gelieferten Grippeimpfstoff." Das Desaster des Vorjahres drohe, sich zu wiederholen.

Die Ausschreibungsverfahren sind eine Folge der Rabattverträge der Krankenkassen mit Arzneimittelherstellern. Diese Thematik habe laut Becker nichts von seiner Brisanz verloren. "Wir kämpfen dafür, dass der Einsatz dieses Instrumentes auf ein erträgliches und sinnvolles Maß zurückgeführt wird." Ganz besonders fordert er ein Ende der Ausschreibungen in der Impfstoffversorgung. An seine Berufskollegen appellierte Becker: "Lassen Sie selbstbewusst Ihren pharmazeutischen Sachverstand walten. Wir Apotheker sind die Arzneimittelfachleute, nicht die Sachbearbeiter der Krankenkassen."

ABDA/RF

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