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Apotheker hört einer Patientin zu

Apotheker können Patienten mit Schlafmittelsucht dabei unterstützen, von der Abhängigkeit loszukommen.
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Fr. 20. September 2013

Apotheker: Modellprojekt bekämpft Schlafmittelsucht

Apotheker versorgen ihre Kunden nicht nur zuverlässig und sicher mit Medikamenten. Sie helfen auch, wenn Menschen Probleme mit den Arzneimitteln bekommen. Auf dem Deutschen Apothekertag in Düsseldorf stellte der Hauptgeschäftsführer der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Dr. Sebastian Schmitz, nun ein Modellprojekt vor, in dem Apotheker zusammen mit Hausärzten Menschen unterstützt haben, sich aus der Abhängigkeit von Schlaf- und Beruhigungsmitteln zu befreien.

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Es zeigte sich, dass 46 Prozent der teilnehmenden Patienten die Anwendung ihrer Schlaf- und Beruhigungsmittel - genauer von sogenannten Benzodiazepinen – aussetzten und immerhin 28 Prozent die Dosis deutlich reduzieren konnten. Und die überwiegende Zahl der Patienten erlitt auch nach drei Monaten keinen Rückfall. Drei Viertel der Betroffenen profitierten also bei der Lösung ihres Arzneimittelproblems von der guten Zusammenarbeit zwischen Apothekern und Hausärzten. Diese hatten in enger Abstimmung miteinander individuelle Behandlungspläne erarbeitet und die Patienten motiviert, die Einnahme der Mittel schrittweise zu reduzieren.

"Das sind beachtliche und vorzeigbare Ergebnisse, über deren Umsetzung im praktischen Alltag wir intensiv diskutieren müssen", kommentierte Schmitz das Projekt, das von der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände getragen wurde. Die ABDA unternehme bereits Schritte, um noch weiter wissenschaftlich zu belegen, wie sehr den Patienten eine intensivierte Beratung zur Arzneimitteltherapie durch den Apotheker nützt. Außerdem sollen Modelle zur verbesserten Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apothekern noch umfassender erprobt werden. Im Gegenzug erwarten Apotheker für solche besonderen Leistungen eine angemessene Honorierung durch die gesetzliche Krankenversicherung. Sie wünschen sich zudem, dass in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen wird, wie notwendig solche Leistungen sind.

FS/FH

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