Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Kritik an ambulanter Schlaganfall-Reha

Aktuelles

Älterer grauhaariger Mann in einem Gymnastikraum bei der Physiotherapie, den Anweisungen der Therapeutin lauschend

Viele Schlaganfall-Patienten wünschen sich mehr therapeutische Maßnahmen wie z.B. Physiotherapie.
© Robert Kneschke - Fotolia

Di. 24. September 2013

Schlaganfall: Ambulante Reha nicht optimal

Zu spät, zu wenig, zu unspezifisch: Viele Schlaganfall-Patienten fühlen sich offenbar nicht optimal therapiert, wie aus einer Umfrage unter Betroffenen hervorgeht. Nur 18 Prozent der Befragten waren demnach mit ihrer Schlaganfall-Nachsorge zufrieden. Rund ein Viertel der Befragten fühlte sich nicht gut informiert, nur 35 Prozent erhielten eine spezifische neurologische Therapie.

Aus der von der Deutschen Schlaganfall-Hilfe und dem ambulanten Rehabilitationszentrum Perzeptionshaus in Hainburg durchgeführten Umfrage mit mehr als 300 Schlaganfall-Patienten lassen sich noch weitere Kritikpunkte ablesen. Einer davon: Der Zeitraum zwischen Abschluss der stationären Rehabilitation bis zum Beginn der ambulanten Maßnahmen. So gaben 37 Prozent der Befragten an, zwei Wochen nach der Entlassung noch keine Heilmittelverordnung ihres Arztes bekommen zu haben.

Anzeige

Außerdem erhielten insgesamt 44 Prozent aus ihrer Sicht zu wenig Therapie. Viele Schlaganfall-Patienten wünschen sich mehr therapeutische Maßnahmen. Diese entsprachen im Durchschnitt wöchentlich 2,08 Anwendungen Physiotherapie, 1,86-mal Ergotherapie und 1,76-mal Logopädie. Für viele Schlaganfall-Patienten sei dies zu wenig, um ihnen den Weg zurück in ein selbstständiges Leben zu ermöglichen, so der Schlaganfall-Experte und Leiter des Perzeptionshauses Helmut Gruhn.

Die Krankenkassen übernehmen jedoch nur die Grundversorgung mit Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie. Viele Patienten wären - die nötigen Mittel vorausgesetzt - allerdings bereit, zusätzliche Therapie-Maßnahmen aus eigener Tasche zu bezahlen. Dies galt für rund zwei Drittel der Befragten. Doch wurde nur jeder Fünfte darauf hingewiesen, dass zusätzliche Maßnahmen zu einem deutlich besseren Ergebnis führen könnten.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Websuchen zeigen Covid-19-Hotspots

Die Auswertung von Google-Anfragen erkennt Trends viel früher als andere Methoden.

Covid-19 aus der Schule fernhalten

Physiker haben Maßnahmen zum Schutz vor Ansteckung im Klassenraum ermittelt.

Krankschreibung per Telefon möglich

Die Regelung gilt ab heute für Patienten mit Erkrankungen der oberen Atemwege.

Corona: Botendienst der Apotheke nutzen

Durch diesen Service der Apotheken lässt sich die Ausbreitung des Virus weiter eindämmen.

Die besten heimischen Superfoods

Superfoods müssen nicht teuer sein und aus exotischen Ländern importiert werden.

Knochenbruch durch Osteoporose

Experten beraten am 15. Oktober zur Knochenschwundfraktur, die bei Osteoporose auftreten kann.

Demenz, Parkinson & Co auf dem Vormarsch

Mehr als jeder zweite Europäer leidet unter einer neurologischen Erkrankung.

Corona-Warn-App jetzt nutzen

Angesichts steigender Infektionszahlen ist es wichtig, dass viele Menschen die App nutzen.

Karies wird bei Kindern unterschätzt

Karies tritt bei Kindern und Jugendlichen häufiger auf als bislang gedacht.

Grippe: Erster Patient in Apotheke geimpft

In Bornheim bei Bonn hat der erste Patient eine Grippeimpfung in einer deutschen Apotheke erhalten.

E-Zigaretten: Wie gefährlich sind Liquids?

Deutsche Forscher haben Liquids auf schädliche Inhaltsstoffe getestet.

Grippe: Viele lassen sich nicht impfen

Jeder zweite Risikopatient plant in diesem Jahr keine Impfung gegen die Grippe.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen