Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Wer gut lesen kann, ist gesünder

Aktuelles

Zwei fröhliche alte Frauen lesen eine Tageszeitung

Wer gut lesen kann, ist klar im Vorteil, da die Menschen einen Großteil der Gesundheitsinformationen über das Lesen erlangen.
© GordonGrand - Fotolia

Mi. 09. Oktober 2013

Wer gut lesen kann, ist gesünder

Auf der Frankfurter Buchmesse, die am 9. Oktober 2013 ihre Pforten geöffnet hat, präsentieren sich mehr als 7.400 Aussteller aus über 100 Ländern. Die Vielfalt ist groß und auch das Thema Gesundheit nimmt wieder einen wichtigen Platz ein. Von Zeitschriften und Büchern rund um die Gesundheit profitieren allerdings nur jene, die gut lesen können.

Anzeige

Und schlimmer noch: Menschen, denen geschriebene Worte nicht so leicht zugänglich sind, sind offenbar auch häufig weniger gesund als jene, denen das Lesen leichtfällt. So bestehe ein Zusammenhang zwischen der subjektiv empfundenen Gesundheit und der Fähigkeit zu lesen und zu schreiben, sagt Professorin Kjersti Lundetræ von der Universität Stavanger in Norwegen und stützt sich dabei auf Umfrage-Daten des Adult Literacy and Life Skills Survey. Die wahrgenommenen Gesundheitsprobleme können zum Beispiel Schmerzen, körperliche Einschränkungen, die das tägliche Leben beeinträchtigen, oder Müdigkeit sein, so die Lese-Expertin.

Den Zusammenhang zwischen Lesefähigkeit und Gesundheit erklärt Lundetræ so: "Manche Menschen scheinen die nötigen Gesundheitsinformationen nicht zu bekommen, weil sie nicht gut lesen können." Gesundheitstipps, zum Beispiel zu Lebensmitteln, einer gesunden Ernährung oder körperlicher Aktivität, werden aber häufig über Zeitungen, Zeitschriften oder das Internet verbreitet. "Einen Großteil unserer Informationen erlangen wir über das Lesen", so Lundetræ. Informationen, die Menschen mit Leseschwierigkeiten zum Teil entgehen. Darüber hinaus seien viele medizinische Texte oft sehr kompliziert geschrieben und mit Fachbegriffen gespickt, was es schwachen Lesern erschwert, den Text zu verstehen.

Eine neue Art der Gesundheitsvorsorge könnte demnach darin bestehen, einerseits die Lesefähigkeiten zu fördern und andererseits Gesundheitstexte so klar und leicht verständlich zu formulieren, dass sie auch von schlechten Lesern verstanden werden können, so der Rat der Expertin.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Arbeitsweg: Pendeln belastet die Psyche

Ein langer Weg zum Arbeitsplatz geht oft mit psychischen Erkrankungen einher.

Masern: Viele Kinder sind nicht geschützt

Neue Zahlen zeigen, dass es in Deutschland immer noch Nachholbedarf gibt.

Lieber krank werden als zum Impfen?

Beim Thema Impfen haben viele Eltern riskante Wissenslücken.

Väter bleiben häufiger beim kranken Kind

Der Anteil an Vätern, die mit ihrem Kind zu Hause bleiben, hat sich seit 2007 verdoppelt.

Senioren: Angst vor Alzheimer ist groß

Mehr als jeder zweite Senior fürchtet sich vor dem Gedächtnisverlust.

NAI vom 15.4.2018: Heuschnupfen

Im Titelbeitrag der aktuellen Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um Heuschnupfen.

Hausapotheke regelmäßig ausmisten

Abgelaufene Medikamente sind oft nicht mehr wirksam.

Lesertelefon: Parkinson-Therapie

Experten klären zum Welt-Parkinson-Tag über die Behandlung der Krankheit auf.

Stress: Jeder Zweite fürchtet Burn-out

Viele Arbeitnehmer fühlen sich durch Termindruck und Überstunden sehr gestresst.

Kassen zahlen bald Vierfach-Impfstoff

Dieser kann der Grippe besser vorbeugen als der bislang häufig verwendete Dreifach-Impfstoff.

2017: Über 2200 Behandlungsfehler

Gutachter haben für das vergangene Jahr 2.213 ärztliche Behandlungsfehler bestätigt.

Junge Menschen erwarten Antibiotika

Auch bei einer Erkältung erwarten viele, dass ihr Arzt ein Antibiotikum verordnet.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Anzeige

Signia geht im April auf Innovationstour

ABDAUnglaublich, was ein Hörgerät heute alles kann. Nicht mehr nur Medizinprodukt, sondern kleines Technikwunder. Erleben Sie die Innovationen rund um das Thema Hören im April live in Ihrer Stadt.

Lesen Sie hier mehr!

Anzeige

Service

Zum NAI-Gewinnspiel Zum NAI-Portal

Themenspecial: Besser hören

Frau mit Hut im GrünenIm Themenspecial Besser hören nennt aponet.de die besten Tipps und viel Wissenswertes, wie sich Tinnitus und Hörschäden vermeiden lassen und wie man ein schlechtes Gehör ausgleichen kann.

Alle weiteren Specials in der Übersicht finden Sie hier.

Wissen

Arzneimitteldatenbank

Informationen zu Arzneimitteln, Beschwerden oder Wirkstoffen.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen