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Apotheker in weißem Kittel berät eine ältere Frau

Apotheker haben einen guten Zugang zur Bevölkerung und sind somit gut geeignet, Menschen mit einem möglichen Herz-Kreislauf-Risiko anzusprechen.
© Monkey Business - Fotolia

Mo. 14. Oktober 2013

Apotheken helfen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen

Bei dem Projekt "Herzensangelegenheit 50+" wollen Apotheken mögliche Risikopersonen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ansprechen und helfen, den Krankheiten aktiv vorzubeugen. Vom WIPIG – Wissenschaftliches Institut für Prävention im Gesundheitswesen mitentwickelt und in 13 Apotheken erfolgreich erprobt, ist die Vorsorge-Aktion nun in vielen bayerischen Apotheken gestartet.

"Wir haben gesehen, dass Apotheken einen sehr guten Zugang zur Bevölkerung haben und geeignet sind, mögliche Risikopersonen anzusprechen und ihre individuellen Risikofaktoren zu ermitteln", sagt Apothekerin Cynthia Milz, Sprecherin des WIPIG. "Durch das anschließende Angebot einer ausführlichen Beratung in der Apotheke zu vorbeugenden Maßnahmen konnten die Teilnehmer umfangreich betreut werden. Bei hohem Herzinfarktrisiko wurde immer der Arzt einbezogen."

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Der Nutzen konnte nach einem Jahr belegt werden. Die Wiederholungsmessung habe ergeben, dass zwei Drittel der Teilnehmer ihr Risiko verbessern konnten. Viele hätten dies erreicht, indem sie ihre körperliche Aktivität gesteigert, ihr Körpergewicht reduziert und ihre Ernährung umgestellt hätten, erläutert Professor Dr. Werner O. Richter, Leiter des Instituts für Fettstoffwechsel und Hämorheologie, das das Projekt mitentwickelt hatte. Es komme darauf an, dass die Maßnahmen auf die individuellen Risikofaktoren abgestimmt werden. Beispielsweise sei je nach Fettstoffwechselstörung auf unterschiedliche Dinge in der Ernährung zu achten.

Nach der erfolgreichen Erprobung ist das Präventionsprogramm nun ausgeweitet worden. Bei der Auftaktveranstaltung am 12. Oktober 2013 wurden 32 Apotheken für die Durchführung des Projekts geschult, acht zusätzliche Fortbildungstermine für weitere Apotheken sind bereits geplant und 2014 beginnt die Aktion auch in anderen Bundesländern. Es ist geplant, dass die durchführenden Apotheken auf der Webseite des WIPIG aufgelistet werden, damit interessierte Bürger leicht eine Apotheke in der Nähe finden.

WIPIG/FH

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