Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Arzneimittel richtig entsorgen

Aktuelles

Bach in dichtem Mischwald mit vielen moosbedeckten Steinen

In Bächen leben Fische, Krebse und andere Organismen in einer ökologischen Lebensgemeinschaft. Durch eine unvorsichtige Arzneimittelentsorgung wird dieses Gleichgewicht gefährdet.
© Gerisch - Fotolia

Do. 17. Oktober 2013

So werden Medikamente richtig entsorgt

Arzneimittel sind für viele Menschen unentbehrlich. In vielen Haushalten fallen aber hin und wieder Medikamente an, deren Haltbarkeitsdatum überschritten ist oder die nicht mehr benötigt werden. Wer die Arzneimittelreste aber einfach in die Toilette schüttet, belastet die Umwelt. Das Umweltministerium Baden-Württemberg klärt über die richtige Entsorgung auf.

"Niemals in den Ausguss oder die Toilette", heißt die Devise bei der umweltfreundlichen Arzneimittelentsorgung. Wenn nicht aufgebrauchte Tabletten, Kapseln, Salben, Säfte und Tropfen in die Toilette oder den Abguss geschüttet werden, gelangen sie in Flüsse, Bäche und Seen und belasten sie unnötig. Stattdessen können Medikamentenreste in der Regel mit dem Restmüll entsorgt werden. In nahezu allen Kommunen wird der Restmüll heute verbrannt. Damit werden Arzneimittelreste sicher entsorgt. Falls Sie unsicher sind, fragen Sie Ihre kommunale Abfallberatung.

Anzeige

Viele Wirkstoffe können inzwischen, wenn auch in sehr geringen Mengen, in unseren Bächen, Flüssen und Seen nachgewiesen werden. Dies gilt vor allem für häufig verwendete oder schwer abbaubare Wirkstoffe. In unseren Gewässern leben nicht nur Fische, sondern auch Muscheln, Krebse, Schnecken und andere Organismen, die eine ökologische Lebensgemeinschaft bilden. Einige Wasserlebewesen reagieren sehr empfindlich auf Gewässerbelastungen. Manche Stoffe können auch bei der Trinkwassergewinnung nur schwer entfernt werden. Selbst wenn die Konzentrationen so niedrig sind, dass sie für den Menschen nach derzeitigem Wissensstand unschädlich sind, wollen wir grundsätzlich keine naturfremden Stoffe im Trinkwasser.

Umweltministerium Baden-Württemberg

Alle Informationen zur Arzneimittelentsorgung gibt es in der Broschüre "Arzneimittel richtig entsorgen – Gewässer schützen", die das Ministerium in Zusammenarbeit mit dem BMBF-Forschungsprojekt SchussenAktivplus herausgegeben hat.

Apotheken, die das Faltblatt "Arzneimittel richtig entsorgen - Gewässer schützen" für Ihre Kundinnen und Kunden bereit halten, können auf der Internetseite des Umweltministeriums ein Plakat zum Selbstausdrucken herunterladen, um damit auf das Faltblatt hinzuweisen.

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Grippeimpfung in Apotheken

In welchen Regionen es Modellprojekte zur Grippeimpfung gibt, lesen Sie hier.

Senioren müssen bei Alkohol aufpassen

Ab einem gewissen Alter wird Alkohol oft schlechter vertragen.

Covid-19: Fortschritt bei Impfung

Berliner Forscher haben hochwirksame Antikörper gegen das Coronavirus identifiziert.

Heute ist Weltapothekertag

Apotheker setzen sich überall auf der Welt für die Gesundheit der Menschen ein.

Das Sexleben der Deutschen

Forscher haben erste Daten zur Gesundheit und Sexualität in Deutschland veröffentlicht.

Mit wem verbringen wir am liebsten Zeit?

Forscher haben untersucht, ob uns Zeit mit der Familie oder den Freunden glücklicher macht.

Corona: Treffen mit Freunden nehmen zu

Trotz der anhaltenden Pandemie normalisiert sich der Alltag bei vielen Menschen wieder.

Ärzte verordnen zu oft Reserveantibiotika

Im Jahr 2019 war jedes zweite verordnete Antibiotikum ein Reservemedikament.

Richtig Essen bei hohem Cholesterin

In einer neuen Serie überprüft die NAI Fakten und Mythen rund um die Ernährung.

Schweinefleisch ist oft verunreinigt

Jedes zehnte Schweinefleischprodukt ist mit Hepatitis-E-Viren kontaminiert.

Apotheker helfen bei häuslicher Gewalt

Betroffene können in Apotheken mit einem Codewort unauffällig um Hilfe bitten.

Mehr FSME-Fälle als je zuvor

Die Corona-Pandemie könnte dazu beigetragen haben, glauben Experten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen