Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Arzneimittel: Was tun bei Lieferengpässen?

Aktuelles

Apothekerin berät Kunden und hält dabei eine Tablettenschachtel in der Hand

Muss aufgrund von Lieferengpässen eines Arzneimittels auf eine andere Stärke oder Packungsgröße ausgewichen werden, wird der Apotheker die korrekte Dosierung genau erklären.
© Robert Kneschke - Fotolia

Do. 05. Dezember 2013

Was tun bei Lieferengpässen von Medikamenten?

Immer häufiger können Apotheker Arzneimittel aufgrund von Lieferschwierigkeiten der Hersteller nicht mehr an Patienten abgeben. Was es dann zu beachten gibt, darüber informiert die Apothekerkammer Niedersachsen.

Die Lieferengpässe betreffen einen Großteil der Bevölkerung, da auch Medikamente gegen Volkskrankheiten immer öfter fehlen. Betroffen sind zum Beispiel Schilddrüsenhormone, Betablocker, Antidiabetika, Vitamin D, Antibiotika und Schmerzmittel von Ibuprofen bis zu Morphin-Ampullen. Apotheker raten dennoch davon ab, deswegen große Mengen von Arzneimitteln zu hamstern. Besser ist es, Rezepte beim Arzt vorausschauend zu holen und nicht bis zum letzten Tag zu warten. So hat der Apotheker ausreichend Zeit, das Medikament beim Großhandel oder beim Hersteller nachzufragen. Bei dringendem Bedarf wird der Apotheker auf ein wirkstoffgleiches Präparat eines anderen Anbieters zurückgreifen, damit die Therapie nicht unterbrochen wird.

Anzeige

Im Einzelfall wird der Apotheker auf andere Stärken oder Packungsgrößen eines Arzneimittels ausweichen müssen. Dann wird er die korrekte Dosierung genau erklären, damit es nicht zu Anwendungsfehlern kommt. Für den Patienten kann sich aufgrund geringerer Stärke oder kleinerer Packungsgröße eine höhere Zuzahlung ergeben.

Die Gründe für die Lieferengpässe sind vielfältig: Wenn neue Rabattverträge beginnen, kommt der neue und zumeist einzige Rabattpartner häufig nicht mit der stark gestiegenen Nachfrage zurecht. Es dauert meist einige Wochen bis die Produktion dem Bedarf angepasst ist. Viele Medikamente werden zudem außerhalb der EU hergestellt, was zu langen Transportwegen führt. Geringe Lagerkapazitäten und die Konzentration auf wenige Zulieferer und Produktionsstätten verschärfen das Problem zusätzlich. Ein kleines technisches Problem in einem großen Herstellbetrieb kann so schnell zu langfristigen Lieferausfällen führen. Diese variieren zwischen wenigen Tagen bis hin zu einem halben Jahr.

AK Niedersachsen/FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Welche Reise-Impfung brauche ich?

Experten stehen am kostenlosen Lesertelefon für alle Fragen zum Thema Reise-Impfschutz bereit.

Kopfairbag anstatt Fahrradhelm?

Ein Kopfairbag wird um den Hals getragen und bläst sich bei einem Aufprall auf.

So gelingt der Start in die Rente

Im Themenspezial der Neuen Apotheken Illustrierten erfahren Sie, wie Sie sich auf die neue Lebensphase vorbereiten können.

FSME: Jetzt noch impfen lassen

Viele Teile Deutschlands gehören mittlerweile zu Risikogebieten.

Nach Herzinfarkt zurück in den Job?

In fast allen Fällen ist das möglich, sogar bei körperlich schwerer Arbeit.

Was steckt hinter chronischem Husten?

Manchmal liegt die Ursache nicht in den Atemwegen oder der Lunge.

Kinder: Gentest zeigt Risiko für Depression

Der Test zeigt auch, in welchem Alter die Erkrankung auftreten könnte.

Testament selbst verfassen?

Wer keinen Notar damit beauftragen möchte, muss einige wichtige Dinge beachten.

Tipps zum Umgang mit Wirkstoffpflastern

In der Packungsbeilage sind oft nicht alle wichtigen Hinweise aufgelistet.

Kinderwunsch bleibt oft unerfüllt

Viele Frauen in Europa haben weniger Kinder, als sie sich eigentlich wünschen.

Beweg Dich: So gut ist Sport

Im Themenspezial der Neuen Apotheken Illustrierten erfahren Sie, warum Bewegung so wichtig ist.

Neue Fälle von Tollwut in New York

Seit Beginn des Jahres wurden sechs Tollwutinfektionen bei Tieren bestätigt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Krank und was jetzt?

TreppenlifteHaben Sie sich schon einmal im Internet über Krankheiten und Therapien schlau gemacht?

Machen Sie mit bei der größten Befragung unter Patienten in Deutschland!

Themenspecial: Gesunde Haut

Frau mit Hut im GrünenIm neuen Themenspecial "Gesunde Haut"
lesen Sie auf aponet.de viel Wissenswertes über die richtige Pflege für jeden Hauttypen.

Alle weiteren Specials in der Übersicht finden Sie hier.

Anzeige

Service

Wissen

Arzneimitteldatenbank

Informationen zu Arzneimitteln, Beschwerden oder Wirkstoffen.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen