Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik EU: Grenzwerte für Feinstaub zu locker

Aktuelles

Fahrradfahrer und Autofahrer stehen an einer roten Ampel

Im Straßenverkehr entsteht jede Menge Feinstaub. Grenzwerte sollen die Bevölkerung vor einer zu hohen Belastung schützen.
© Tyler Olson - Fotolia

Di. 10. Dezember 2013

EU: Grenzwerte für Feinstaub zu locker

Eine Zusammenfassung bisheriger Studien deutet darauf hin, dass die Feinstaub-Grenzwerte für die Luft in der Europäischen Union offenbar noch nicht streng genug sind. Das Risiko für einen frühen Tod sei erhöht, so das Ergebnis der Untersuchung.

Anzeige

Im Fokus der Forscher standen kleinste Feinstaub-Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer. Das entspricht der Größe mancher Bakterien. Finden sich zu viele solcher Partikel in der Luft, erhöht sich für die Menschen, die sie einatmen, die Gefahr, vorzeitig zu sterben. Genauer gesagt: Mit jeden zusätzlichen fünf Mikrogramm (µg) Feinstaub pro Kubikmeter (m³) Luft, erhöhte sich das Risiko für einen frühen Tod um sieben Prozent, wie die Wissenschaftler online in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet berichten. Sie fanden zudem heraus, dass sich der durch Verkehr verursachte Feinstaub auch auf die Bewohner von jenen Regionen auswirkte, die nach Europäischem Standard bisher als sicher betrachtet wurden. Der derzeitige Grenzwert von 25 µg/m³ könnte demnach noch zu hoch angesetzt sein.

Obwohl die Wissenschaftler aufgrund ihrer Ergebnisse keinen wirklich sicheren Schwellenwert ausmachen konnten, zeigte sich, dass Durchschnittswerte von weniger als 15 µg Feinstaub/m³ das Risiko, früher zu sterben, nicht erhöhten. In die Studie gingen Zahlen aus 22 europäischen Studien mit zusammengenommen mehr als 365.000 Menschen ein.

Ohne die Todesursachen genauer erforscht zu haben, zeigte sich, dass die Gefahr für Lungenkrebs mit jeder Erhöhung der Feinstaubkonzentration um zusätzliche fünf µg/m³ um 18 Prozent anstieg. Interessanterweise fanden die Forscher jedoch keinen Anstieg von Todesfällen, die mit einer koronaren Herzkrankheit zusammenhingen, was aufgrund früherer Studien zu erwarten gewesen wäre.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Heilberufe gemeinsam für Digitalisierung

Ärzte, Apotheker und Zahnärzte koordinieren ihr Vorgehen für die digitale Zukunft.

Mit Medikamenten Steuern sparen

Das Finanzamt rechnet einige Ausgaben für die Gesundheit in der Steuererklärung an.

Apotheken versorgen flächendeckend

Die Arzneimittelversorgung durch Apotheken vor Ort ist effizient, preiswert und sicher.

Langer Schulweg stresst Kinder

Die langen Fahrzeiten zur Schule wirken sich negativ auf die Gesundheit aus.

Diabetes erhöht das Schlaganfallrisiko

Bei Frauen mit Diabetes ist die Gefahr für einen Hirnschlag um 50 Prozent erhöht.

Zahl der Apotheken in Deutschland sinkt weiter

Vor allem Einzelapotheken mussten in den vergangenen Monaten schließen.

Deutsche fordern mehr Routine bei OPs

9 von 10 Bürgern fordern Mindestmengen für bestimmte Operationen in Kliniken.

Schwarz-rot lehnt Impfpflicht ab

Das geht aus der Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der FDP hervor.

Cannabis jetzt legal in Kalifornien

Seit Jahresbeginn 2018 ist die Droge dort für Erwachsene frei erhältlich.

NAI vom 1.1.2018: Gesunde Ernährung

Im Titelbeitag der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um das Thema gesunde Ernährung.

Vorsorgeuntersuchung für Männer ab 2018

Ab 2018 haben Männer über 65 Anspruch auf ein Screening der Bauchschlagader.

Neue Antibiotika und Mittel gegen Krebs

Im kommenden Jahr werden rund 30 neue Medikamente zugelassen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen