Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Süßstoff Aspartam gilt als unbedenklich

Aktuelles

Mädchen mit Zöpfen macht Kaugummiblase, Hand aus dem Off versucht, diese zum Platzen zu bringen

Süßstoffe wie Aspartam finden sich sowohl in Süßigkeiten als auch in vielen Lebensmitteln.
© xavier gallego morel - Fotolia

Mi. 11. Dezember 2013

EU-Behörde stuft Süßstoff Aspartam als unbedenklich ein

Kalorienarme Limonade, zuckerfreie Kaugummis, Hustenbonbons ohne Zucker: Der synthetische Süßstoff Aspartam findet sich in vielen Produkten. Immer wieder mahnen Aspartam-Kritiker vor Gesundheitsrisiken. In einer umfangreichen Risikobewertung kommt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) jetzt jedoch zu dem Schluss, dass Aspartam in den derzeit empfohlenen Mengen unbedenklich ist.

Anzeige

Bei Aspartam handelt es sich um einen künstlich hergestellten Süßstoff, der sich aus den zwei Aminosäuren Phenylalanin und Asparaginsäure zusammensetzt. Eine tägliche Menge von bis zu 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht gilt für gesunde Menschen derzeit als unbedenklich. Ausgenommen davon sind Personen, die an einer Stoffwechselerkrankung leiden, bei der der Körper Phenylalanin nicht abbauen kann, Phenylketonurie genannt. Betroffene müssen eine entsprechende Diät einhalten.

Für ihre Einschätzung werteten die Sachverständigen der EFSA alle vorliegenden wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zu Aspartam und dessen Abbauprodukten aus, einschließlich Studien an Tieren und Menschen. "Dieses Gutachten ist eine der umfassendsten Risikobewertungen zu Aspartam, die je durchgeführt wurden", sagt Dr. Alicja Mortensen von der EFSA. Daraus geht hervor, dass der Süßstoff das Risiko für Erbgutschädigungen oder die Entstehung von Krebs nicht erhöht und dass Gehirn und Nervensystem nicht geschädigt werden. Zudem fanden die Sachverständigen weder bei Kindern noch bei Erwachsenen negative Auswirkungen von Aspartam auf Verhalten oder geistige Funktionen.

Das Gutachten stellt klar, dass die Abbauprodukte von Aspartam, Phenylalanin, Methanol und Asparaginsäure, auch in anderen Lebensmitteln natürlicherweise vorkommen, Methanol zum Beispiel in Obst und Gemüse. Der Beitrag, den die Abbauprodukte von Aspartam zur täglich verzehrten Gesamtmenge dieser Stoffe beitragen, sei gering, schreiben die Sachverständigen.

EFSA/HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Masern: Viele Kinder sind nicht geschützt

Neue Zahlen zeigen, dass es in Deutschland immer noch Nachholbedarf gibt.

Lieber krank werden als zum Impfen?

Beim Thema Impfen haben viele Eltern riskante Wissenslücken.

Väter bleiben häufiger beim kranken Kind

Der Anteil an Vätern, die mit ihrem Kind zu Hause bleiben, hat sich seit 2007 verdoppelt.

Senioren: Angst vor Alzheimer ist groß

Mehr als jeder zweite Senior fürchtet sich vor dem Gedächtnisverlust.

NAI vom 15.4.2018: Heuschnupfen

Im Titelbeitrag der aktuellen Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um Heuschnupfen.

Hausapotheke regelmäßig ausmisten

Abgelaufene Medikamente sind oft nicht mehr wirksam.

Lesertelefon: Parkinson-Therapie

Experten klären zum Welt-Parkinson-Tag über die Behandlung der Krankheit auf.

Stress: Jeder Zweite fürchtet Burn-out

Viele Arbeitnehmer fühlen sich durch Termindruck und Überstunden sehr gestresst.

Kassen zahlen bald Vierfach-Impfstoff

Dieser kann der Grippe besser vorbeugen als der bislang häufig verwendete Dreifach-Impfstoff.

2017: Über 2200 Behandlungsfehler

Gutachter haben für das vergangene Jahr 2.213 ärztliche Behandlungsfehler bestätigt.

Junge Menschen erwarten Antibiotika

Auch bei einer Erkältung erwarten viele, dass ihr Arzt ein Antibiotikum verordnet.

NAI vom 1.4.2018: Wie Hormone wirken

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten geht es darum, wie Hormone unser Leben steuern.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen