Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Was tun ohne Gesundheitskarte?

Aktuelles

Frau händigt Arzthelferin die Gesundheitskarte aus.

Krankenversicherte sind ab dem 1. Januar 2014 dazu verpflichtet, die neue elektronische Gesundheitskarte (eGK) zu verwenden.
© Robert Kneschke - Fotolia

Fr. 27. Dezember 2013

Behandelt der Arzt ohne elektronische Gesundheitskarte?

Krankenversicherte sind ab dem 1. Januar 2014 dazu verpflichtet, die neue elektronische Gesundheitskarte (eGK) zu verwenden. Wer zu Jahresbeginn noch keine eGK hat, muss jedoch nicht befürchten, in der Praxis abgewiesen zu werden.

Die eGK löst ab Jahresbeginn 2014 die alte Krankenversichertenkarte ab. Das hat der Gesetzgeber so vorgesehen. Ein kleiner Teil der Versicherten besitzt diese neue Karte jedoch noch nicht. Welche Probleme sind zu erwarten? Wer noch keine eGK hat, könne nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung seine alte Karte erst einmal weiter einsetzen, sofern diese vom Aufdruck her noch gültig sei. Sie könne weiterhin eingelesen und Leistungen darüber abgerechnet werden.

Anzeige

Ann Marini, stellvertretende Pressesprecherin des GKV-Spitzenverbands, der die Gesetzlichen Krankenkassen vertritt, schränkt jedoch ein, dass es dabei auf das Entgegenkommen des einzelnen Arztes ankommt: "Wenn der Arzt sagt, er akzeptiert die alte Karte noch, dann geht es. Der Patient hat jedoch keinen Anspruch darauf." Nach dem 1. Oktober 2014 bestehe diese Möglichkeit nicht mehr. "Danach dürfte das Problem nicht mehr bestehen, da dann jeder eine eGK haben sollte."

Wenn alle Stricke reißen, greift ein Ersatzverfahren, wie es zum Beispiel bei verloren gegangener Versichertenkarte abläuft. Der Patient kann dann innerhalb von zehn Tagen nach der Behandlung einen gültigen Versicherungsnachweis bzw. die eGK nachreichen, damit der Arzt wie gewohnt direkt mit der Kasse abrechnet. Ansonsten stellt der Arzt die Behandlungskosten dem Versicherten privat in Rechnung. Die Kosten für bereits privat bezahlte Behandlungen werden vom Arzt nur dann zurückerstattet, wenn ihm spätestens bis zum Ende des Quartals ein entsprechender Versicherungsnachweis vorliegt.

An der eGK ist unter anderem neu, dass sie das Lichtbild des Besitzers trägt. Auf der Rückseite befindet sich die "Europäische Krankenversicherungskarte", die für Behandlungen im EU-Ausland verwendet werden kann. Mit dem integrierten Chip der eGK können in Zukunft medizinische Daten über ein vom Internet getrenntes, elektronisches Netzwerk zwischen Arztpraxen übermittelt werden - vorausgesetzt der Patient stimmt zu.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wann darf der Arzt Cannabis verordnen?

Das neue Gesetz legt fest, welche Bedingungen erfüllt sein müssen.

Was Freiberuflichkeit bedeutet

Apotheker sind zwar keine Beamten, müssen aber viele staatliche Aufgaben erfüllen.

Apotheker begrüßen neues Cannabisgesetz

In Zukunft wird medizinisch notwendiges Cannabis wie andere Arzneimittel behandelt.

Apotheker benennen Patientenbeauftragten

Berend Groeneveld koordiniert u.a. die Kontakte zwischen Apotheken und Selbsthilfegruppen.

NAI vom 15.01.2017: Gesichter der Allergie

Im Titelbeitrag lesen Sie mehr über Ursachen und Therapie von Hautallergien.

Apotheke vor Ort ist nicht zu ersetzen

Nach Aufhebung der Preisbindung für ausländische Versender ist diese Infrastruktur gefährdet.

Kassen könnten Patienten entlasten

Es wären genug Überschüsse vorhanden, um die Zuzahlungen zu erlassen.

Essen: Gesund kommt vor lecker

Eine aktuelle Studie zeigt, was den Deutschen beim Thema Ernährung wichtig ist.

"Apotheke ist nah am Patienten"

In einem Kurzfilm macht sich CDU-Politiker Wolfgang Bosbach für die Apotheke vor Ort stark.

Jeder Achte hat E-Zigaretten probiert

Regelmäßige Nutzer sind vor allem Tabakraucher und Ex-Raucher.

Impfung: Große regionale Differenzen

In Teilen von Deutschland bestehen nach wie vor Impflücken.

Neue Arzneimittel oft ohne Zusatznutzen

Jedes dritte neue Medikament hat keine Vorteil gegenüber bekannten Präparaten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen