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Portraitfoto Mann um die 50 mit grauen Haaren und Brille mit Zigarette

Viele Raucher gäben das Qualmen wohl auf, wenn Zigaretten durch höhere Steuern deutlich teurer wären.
© Konstantin Sutyagin - Fotolia

Fr. 03. Januar 2014

Weniger Raucher durch höhere Tabaksteuern

Rauchen kann tödlich sein. Das wissen auch Raucher – und rauchen trotzdem weiter. Wo Appelle an die Vernunft nicht weiterhelfen, könnte jedoch der Griff ins Portemonnaie erfolgreich sein, wie eine aktuelle Veröffentlichung im New England Journal of Medicine nahelegt.

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"Eine höhere Tabaksteuer ist das effektivste Mittel, um die Zahl der Raucher zu verringern und künftige Raucher abzuschrecken", sagt Dr. Prabhat Jha vom St. Michael’s Hospital in Toronto, Professor an der dortigen Universität. Würden die Tabaksteuern weltweit verdreifacht, könnte dies die Zahl der Raucher um ein Drittel reduzieren und damit 200 Millionen durch Rauchen verursachte vorzeitige Todesfälle in diesem Jahrhundert verhindern.

Eine so hohe Tabaksteuer würde den Preis für Zigaretten in einigen Ländern verdoppeln und den Preisunterschied zwischen den billigsten und teuersten Zigaretten verringern, wie der Mediziner gemeinsam mit seinem britischen Kollegen Sir Richard Peto von der Universität Oxford feststellt. Das wiederum würde Raucher eher dazu ermutigen, mit dem Rauchen aufzuhören statt lediglich zu einer billigeren Marke zu wechseln. Außerdem würde es junge Menschen vom Rauchen abhalten, so Jha.

Besonders in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen könnte die Maßnahme besonders effektiv sein. Derzeit seien die billigsten Zigaretten in diesen Ländern noch relativ erschwinglich und das Rauchen auf dem Vormarsch. Doch auch in reicheren Ländern würde sich eine Erhöhung der Tabaksteuer positiv auswirken, sagt Jha. Bestes Beispiel sei Frankreich. In diesem Land habe sich der Zigarettenkonsum zwischen 1990 und 2005 allein dadurch halbiert, dass die Steuern auf Tabak deutlich über dem Niveau der Inflation gelegen hätten.

HH

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