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Beratungszene in der Apotheke: Apothekerin und junge Frau

Wenn die "Pille danach" rezeptfrei wird, ist es wichtig, dass die betroffenen Frauen vor der Abgabe durch die Apotheken beraten werden.
© ABDA

Mi. 15. Januar 2014

Experten-Empfehlung: "Pille danach" ohne Rezept

Der Sachverständigen-Ausschuss für Verschreibungspflicht spricht sich gegenüber dem Bundesgesundheitsminsterium dafür aus, dass die "Pille danach" mit dem Wirkstoff Levonorgestrel rezeptfrei wird. Die Bundesapothekerkammer begrüßt diese Entscheidung.

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"Die Apotheker erwarten, dass diese Empfehlung schnell umgesetzt und die Arzneimittelverschreibungsverordnung entsprechend geändert wird", sagt Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer. Die Hauptversammlung des Deutschen Apothekertags hat im September 2013 einen entsprechenden Antrag zur Aufhebung der Rezeptpflicht beschlossen. Auch der Bundesrat befürwortet die Freigabe.

Bei der "Pille danach" ist es wichtig, dass sie im Notfall möglichst schnell verfügbar ist. Kiefer: "Die wohnortnahen Apotheken mit ihrem niedrigschwelligen und flächendeckenden Nacht- und Notdienst können die Patienten kurzfristig versorgen, inklusive der notwendigen Beratung. Apotheker können die Arzneimittelsicherheit gewährleisten und Verantwortung dafür übernehmen, dass Medikamente nicht missbräuchlich angewendet werden."

Um eine mögliche Schwangerschaft zu verhindern, sollte Levonorgestrel so schnell wie möglich, spätestens jedoch 72 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr, eingenommen werden. Nach 72 Stunden ist die kontrazeptive Wirkung nur noch sehr niedrig. Wegen der kurzen Zeitspanne ist es wichtig, dass die betroffenen Frauen einen raschen und niedrigschwelligen Zugang zu diesem Notfallkontrazeptivum haben.

ABDA

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