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Junge dunkelhaarige Frau mit rot geschminkten Lippen singt in ein Mikrofon

In einer speziellen Musiktherapie drücken junge Krebspatienten Gefühle aus, die sonst wahrscheinlich unausgesprochen geblieben wären.
© pio3 - Fotolia

Mo. 27. Januar 2014

Musikvideos helfen jungen Krebspatienten

Junge Krebspatienten kommen besser mit der Diagnose und der Behandlung zurecht, wenn sie sich in kreativer Weise damit auseinandersetzen. In einer US-amerikanischen Studie, die das Fachblatt Cancer veröffentlichte, hatten sie Songtexte darüber geschrieben und Musikvideos gedreht.

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Das Musikvideo-Programm half den Patienten dabei, sich nach der Krebstherapie wohler zu fühlen. 100 Tage danach berichteten die Teilnehmer, dass sie sich in ihrem sozialen Umfeld und ihrer Familie gut eingebunden fühlten. Sie konnten zudem mit der ganzen Situation der Erkrankung besser umgehen als die Patienten der Vergleichsgruppe, die lediglich Hörbücher gehört hatten. Einige Faktoren wurden durch das Programm gestärkt, die laut der Studienautoren besonders dazu beitrugen, dass die jungen Patienten die Krebstherapie gut überstanden. Dazu gehörten ein Glaube, feste Bindungen in der Familie und eine gute Unterstützung durch Freunde und Ärzte. "Diese Schutzfaktoren beeinflussen, wie die Patienten mit der Erkrankung umgehen, Hoffnung schöpfen und für sich einen Sinn in der Situation finden", sagt Hauptautorin Dr. Joan E. Haase von der Indiana University in Indianapolis.

Diese spezielle Art der Behandlung fand unter Anleitung eines Musiktherapeuten statt. Die jungen Menschen sollten sich dabei Gedanken über ihre Situation machen und ihre Gefühle über die Erkrankung und die Behandlung in Form von Songtexten ausdrücken. In den verschiedenen Phasen des Programms, in denen sie Musik- und Filmaufnahmen machten und sich ein Drehbuch für ihr Video überlegten, konnten sie auch Familie, Freunde und Betreuer einbeziehen. Dadurch bekamen auch die Eltern einen viel besseren Einblick in die Gefühlslage ihrer Kinder, wie sich in der Studie herausstellte. An der Studie nahmen insgesamt 113 Jugendliche und junge Erwachsene mit Krebsdiagnose teil.

RF

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