Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Verfalldaten sind nicht nur eine Empfehlung

Aktuelles

Apotheker mit Kundin, die eine Tüte mit Medikamenten von ihm in Augenschein nehmen lässt

Verfalldatenkontrolle: Apotheker überprüfen gern, ob die Medikamente aus der Hausapotheke noch verwendbar sind.
© ABDA

Do. 30. Januar 2014

Medikamente: Nach Ablauf des Verfalldatums in den Müll

Medikamente, deren Verfalldatum abgelaufen ist, sollten nicht mehr angewendet werden – selbst wenn sie noch einwandfrei aussehen. Darauf weist die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hin.

Immer wieder werde behauptet, dass man Medikamente auch nach Ablauf des Verfalldatums ohne Risiko einnehmen kann. "Das ist schlicht falsch", sagt Mathias Arnold, Vizepräsident der ABDA. Denn Verfalldaten seien keine bloße Empfehlung. Juristisch ist die Sachlage klar: Die Angabe des Verfalldatums ist Teil der Zulassung des Arzneimittels. Nach dem Arzneimittelgesetz verliert ein Arzneimittel die Verkehrsfähigkeit, wenn das Verfalldatum überschritten ist. "Abgelaufene Medikamente gehören deshalb in den Müll", erklärt der Apotheker.

Die Beurteilung von abgelaufenen Arzneimitteln ist selbst für Apotheker als Arzneimittelexperten in den meisten Fällen nur nach chemischer Analyse des jeweiligen Medikaments oder Literaturrecherche zu Abbauprodukten möglich. Beides ist aufwändig und der Nutzen dürfte den Aufwand nur in Ausnahmefällen rechtfertigen. Verlässliche Angaben der Hersteller zu einer Nutzung von Medikamenten nach Ablauf des Verfalldatums gibt es kaum.

Generell gilt das Verfalldatum nur für ungeöffnete Verpackungen. Ist eine Packung angebrochen, kann sich die Aufbrauchfrist je nach Präparat auf wenige Wochen verkürzen. Diese Aufbrauchfrist ist beispielsweise bei Augentropfen zu beachten. Bei ihnen kann es bei längerer Lagerung zu einer Verunreinigung mit Bakterien oder Viren kommen, dadurch kann sich das Auge infizieren.

ABDA/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Social distancing beendet Grippewelle

Das Robert Koch-Institut meldet einen ungewöhnlich steilen Rückgang von Atemwegserkrankungen.

Covid-19: Tausende Todesfälle verhindert

Die Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, zeigen offenbar Wirkung.

Keuchhusten-Impfung für Schwangere

Ziel ist es, Neugeborene vor der Krankheit und schweren Komplikationen zu schützen.

Lesertelefon: Therapie bei Parkinson

Experten beraten am Donnerstag, 2. April, zu den Therapieoptionen bei fortgeschrittenem Parkinson.

Mülltrennung in Corona-Zeiten

Für infizierte Personen und begründete Verdachtsfälle gelten besondere Regeln.

Hunde richtig vor Zecken schützen

Mit dem beginnenden Frühling werden auch Zecken wieder aktiv.

Social distancing: Was wirkt am besten?

Eine Schätzung gibt an, welche Maßnahmen die Corona-Ausbreitung am stärksten reduzieren.

Italien: Warum so viele Covid-19-Tote?

Italienische Wissenschaftler haben mögliche Ursachen für die hohe Sterberate ermittelt.

Corona: Impfung gegen Pneumokokken

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie ist der wichtige Impfstoff knapp. Nur Risikopatienten sollen aktuell geimpft werden.

5 Tipps für das Homeoffice

Diese Tipps helfen dabei, den heimischen Arbeitsplatz richtig einzurichten.

Keine Scheu vor dem Notruf 112

Auch während der aktuellen Corona-Krise ist die Notfallversorgung gesichert.

Covid-19: Kein Vergleich zur Grippe

SARS-CoV-2 ist ansteckender und verursacht schwerere Krankheitsverläufe als die Grippe.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen