Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Russen: früher Tod durch zu viel Wodka

Aktuelles

Gedeckter Tisch, im Vordergrund Vodkagläser,die von einem im unscharfen Hintergrund sitzenden Mann vollgeschenkt werden.

Russische Männer haben eine geringe Lebenserwartung, was vor allem am übermäßigen Wodka-Konsum liegt.
© Arkady Chubykin - Fotolia

Fr. 31. Januar 2014

Wodka ist der Hauptgrund für die geringe Lebenserwartung russischer Männer

Ein Viertel aller russischen Männer wird nicht älter als 55 Jahre. Meist sterben sie so früh, weil sie zu viel Wodka getrunken haben. Das hat eine große Studie nun bestätigt.

Anzeige

Die Ursachen für den frühen Tod russischer Männer sind vor allem Alkoholvergiftungen, Unfälle, Gewalt, Selbstmord und acht alkoholbedingte Krankheiten, wie Kehlkopf- und Leberkrebs, Tuberkulose, Lungen- und Bauchspeicheldrüsen-Entzündung und Erkrankungen der Leber und des Herzens. Wer drei oder mehr Flaschen Wodka pro Woche trinkt, hat ein erheblich höheres Risiko, daran zu versterben, als Männer, die nur eine Flasche pro Woche trinken. Grundlage dieser jetzt in der Fachzeitschrift The Lancet veröffentlichten Ergebnisse sind zwei Befragungen: In der ersten hatten Wissenschaftler 151.000 Männer gefragt, wie viel Wodka sie trinken. In den folgenden zehn Jahren starben 8.000 von ihnen. In der zweiten Studie gaben die Familien von 49.000 toten russischen Männern nachträglich Auskunft zum Alkoholkonsum der Verstorbenen zu Lebzeiten.

Zum Vergleich: In Großbritannien sterben nur 7 Prozent der Männer vor dem 55. Lebensjahr. Die Sterberate im Alter zwischen 15 und 54 Jahren ist dort seit etwa 35 Jahren rückläufig. Nicht so in Russland. Dort schwankt die Anzahl der früh Verstorbenen. Auffällig dabei ist der Zusammenhang mit politischen Entwicklungen. So sank die Sterblichkeit unter Präsident Gorbatschow aufgrund strikter Alkoholgesetze. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde wieder mehr Wodka getrunken und prompt starben auch wieder mehr Männer bevor sie 55 Jahre alt wurden. Seit 2006 gelten erneut schärfere Regeln, doch die Sterberate liegt im internationalen Vergleich immer noch erschreckend hoch.

FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

FSME-Risikogebiet in Niedersachsen

Der Norden Deutschlands galt bisher noch nicht als Gebiet, in dem Zecken diese Erkrankung übertragen.

Brexit könnte Leben kosten

Wissenschaftler befürchten, dass sich die Ernährung auf der Insel drastisch verschlechtert.

Penicillin-Allergie seltener als vermutet

Experten raten Betroffenen daher, sich bei einem Allergologen testen zu lassen.

12 Millionen Diabetiker in 2040?

Forscher gehen davon aus, dass die Zahl der Erkrankten stark ansteigen wird.

Das ist die Nummer 1 der Todesursachen

In Deutschland sterben die meisten Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Medikamente werden noch sicherer

Ab 9. Februar müssen Medikamente zusätzliche Sicherheitsmerkmale tragen.

Zahl der Apotheken sinkt weiter

Im vergangenen Jahr hat beinahe jeden Tag eine Apotheke geschlossen.

30 Millionen Grüne Rezepte ausgestellt

Seit 15 Jahren erhalten Kassenpatienten in der Arztpraxis immer häufiger ein Grünes Rezept.

Schneeschippen ist für Herzpatienten riskant

Durch die Kälte kann Schneeschippen in einigen Fällen sogar lebensgefährlich sein.

Vorsorgetermine im Überblick

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um die wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen.

Welcher Tee hilft bei Erkältungen?

Welche Sorte bei welchen Beschwerden hilft, erklärt ein Apotheker.

Bewegen Sie sich jeden Tag genug?

Viele Deutsche sind der Meinung, sich ausreichend zu bewegen - obwohl das oft nicht stimmt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen