Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Wie oft Straftäter rückfällig werden

Aktuelles

Maskierter Mann bricht Auto auf.

Die Hälfte aller Täter von Raubdelikten und schweren Formen des Diebstahls werden rückfällig, wie die Auswertung der Wissenschaftler ergab.
© RioPatuca Images - Fotolia.com

Fr. 14. Februar 2014

Wie oft Straftäter rückfällig werden

Inwieweit halten Strafen Täter davon ab, erneut Straftaten zu begehen? Wie groß die abschreckende Wirkung von Knast und Co. sind, haben Wissenschaftler aus Göttingen und Freiburg untersucht.

Anzeige

Anhand von Eintragungen im Bundeszentralregister hat das Forscherteam untersucht, ob sich Straffällige nach einer Strafe oder einer Entlassung aus der Haft legal bewähren, also nicht mehr rückfällig werden. Das Ergebnis: Für die meisten bleibt die strafrechtliche Ahndung ein einmaliges Ereignis. Nur 34 Prozent, also in etwa jeder Dritte, der Bestraften oder aus der Haft Entlassenen werden innerhalb von drei Jahren erneut straffällig. "Erwartungsgemäß ist das Rückfallrisiko bei Jugendlichen am höchsten und bei Frauen geringer als bei Männern. Mit der Anzahl der Vorstrafen nimmt auch die Rückfallrate zu", sagt Professor Dr. Jörg-Martin Jehle vom Institut für Kriminalwissenschaften der Universität Göttingen. Die aus der Haft Entlassenen wiesen ein höheres Rückfallrisiko auf als diejenigen mit milderen Sanktionen, wie Geldstrafe oder jugendrichterlichen Sanktionen.

Betrachtet man bei den Wiederverurteilungen die Art von Straftaten, zeigen sich deutliche Unterschiede: "Nach drei Jahren weisen die Straßenverkehrsstraftäter – ausgenommen Fahren ohne Fahrerlaubnis – und die wegen Tötungsdelikten Verurteilten mit ungefähr 20 Prozent die niedrigsten Rückfallraten auf", erklärt Jehle. Dagegen würden über die Hälfte aller Täter von Raubdelikten und schweren Formen des Diebstahls rückfällig. Bei Tätern mit sexuellen Gewaltdelikten werden nach sechs Jahren drei Prozent wegen eines erneuten sexuellen Gewaltdelikts und 12 Prozent wegen jeder Art von Gewalt- und Sexualdelikten wieder verurteilt.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Apotheker beraten zur Grippeimpfung

Wer geimpft ist, trägt dazu bei, dass insgesamt weniger Menschen an der Grippe erkranken.

Knochenbruch als Warnsignal

Eine Fraktur kann auf Osteoporose hinweisen. Experten beraten dazu am kostenlosen Lesertelefon.

Das Immunsystem stärken

Im Titelbeitrag der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten erfahren Sie, wie sich die Abwehrkräfte stärken lassen.

Mediziner warnen vor E-Zigaretten

Die Risiken für die Gesundheit sind bislang noch nicht absehbar, mahnen Lungenfachärzte.

Wer arbeitslos ist, stirbt früher

Einer neuen Studie zufolge verdoppelt Arbeitslosigkeit das Risiko für einen frühen Tod.

Bitter schmeckende Kürbisse nicht essen

Grund für den bitteren Geschmack kann ein giftiger Stoff sein, der den Darm schädigt.

Medizin-Nobelpreis geht an Zellforscher

Die Forscher haben herausgefunden, das Zellen über eine Art "Sauerstoff-Sensor" verfügen.

Grippe fordert jedes Jahr viele Todesopfer

Den besten Schutz bietet eine Impfung. Die richtige Zeit dafür ist im Herbst, vor Beginn der Grippewelle.

Krebs steigert das Risiko für Armut

Nach der Erkrankung ist es vielen Menschen nicht mehr möglich, ihren Beruf weiter auszuüben.

Nährwert-Ampel für Lebensmittel kommt

Anhand des Nutri-Scores lässt sich auf einen Blick erkennen, wie gesund ein Produkt ist.

Spahn betont das gemeinsame Ziel

Ein geplantes Gesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn soll die Vor-Ort-Apotheken stärken.

Diabetes bei Hund und Katze erkennen

Früh genug erkannt, kann die Stoffwechselkrankheit auch bei Haustieren gut behandelt werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen