Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik 600 Brustkrebsfälle pro Jahr bei Männern

Aktuelles

Seniorenpaar am Strand

74.500 Frauen erkranken jährlich in Deutschland neu an Brustkrebs. Mit 600 jährlichen Fällen ist diese Krebsart bei Männern relativ selten, jedoch ebenso gefährlich. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei Männern mit 65 bis 70 Jahren deutlich höher als bei Frauen.
© Alterfalter - Fotolia

Di. 18. Februar 2014

Brustkrebs bei Männern: Urologen raten zur Früherkennung

Brustkrebs ist keine reine Frauenkrankheit. Bis zu 600 Männer erkranken jedes Jahr in Deutschland daran. Oft wird der Tumor erst spät und mit schlechteren Heilungsaussichten entdeckt. Deshalb fordert die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) Männer zu regelmäßiger Selbstkontrolle auf.

Anzeige

Ein gesetzliches Früherkennungsprogramm gibt es für das männliche Mammakarzinom nicht. "Vor allem Risiko-Patienten sollten sich fachärztlich beraten lassen und Früherkennungsuntersuchungen der Brust wahrnehmen", sagt DGU-Pressesprecherin Professor Dr. Sabine Kliesch. Dazu zählen Männer, in deren Familien auch Frauen öfter von Brustkrebs betroffen sind, sowie Männer mit Klinefelter-Syndrom. Dabei handelt es sich um eine angeborene genetische Störung, bei der mindestens ein zusätzliches weibliches X-Chromosom vorliegt. Dadurch ist das Risiko für ein Mammakarzinom 15- bis 50-fach erhöht.

Wie bei Frauen, so ist bei Männern das erste Symptom meist ein tastbarer Knoten oder eine Verhärtung in der Brust. Aber auch eine Einziehung oder Entzündungen der Brustwarze sowie Ausfluss können Anzeichen sein ebenso wie geschwollene und schmerzende Lymphknoten in der Achselhöhle und Hautveränderungen der Brust. "Auch wenn das Auftreten eines dieser Symptome keinesfalls zwangsläufig Brustkrebs bedeutet, sollte eine sofortige Abklärung durch den Facharzt erfolgen", sagt Kliesch.

Sie appelliert: "Angesichts einer relativ hohen Sterbequote aufgrund der vielfach späten Diagnosestellung müssen wir die Erkrankung stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken, falsche Scham überwinden und vor allem Risikogruppen sensibilisieren." Regelmäßiges Abtasten der Brust und Früherkennungsuntersuchungen besonders für Männer mit erhöhtem Risiko seien angezeigt. Ansprechpartner für den Mann sind neben dem Hausarzt hauptsächlich Urologen.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Tabuerkrankungen: Peinlich gibt’s nicht!

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten geht es um das Thema Blasenschwäche.

Luftverschmutzung verkürzt das Leben

Dreckige Luft könnte ein noch größeres Gesundheitsrisiko als Tabakrauchen sein.

Masernausbruch in Niedersachen

Nicht alle Eltern lassen ihre Kinder impfen - mit gefährlichen Folgen.

Sichere Medikamente für Senioren

Wie Apotheker helfen, arzneimittelbezogene Probleme dieser Patientengruppe zu vermeiden.

Gürtelrose-Impfung wird Kassenleistung

Senioren ab 60 Jahren wird empfohlen, sich gegen Gürtelrose impfen zu lassen.

Kein Kaffee vor dem Blutdruckmessen

Einige Dinge können die Werte verfälschen, erklärt ein Apotheker.

Vor der Reise: Impfpass checken

Auch Standardimpfungen sollten vollständig sein, rät ein Apotheker.

Cannabis auf Rezept: Nachfrage steigt

Die Zahl der ausgestellten Rezepte hat sich seit 2017 verdreifacht.

NAI vom 1.3.2019: Endlich schöne Haut

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten erfahren Sie alles über die richtige Pflege für jeden Hauttyp.

Reizdarm wird oft falsch behandelt

Häufig kommen Maßnahmen und Medikamente zum Einsatz, die fraglich sind.

Mehr IGeL-Leistungen für Gutverdiener

Ärzte bieten manchen Patienten häufiger Selbstzahler-Leistungen an als anderen.

Patienten verstehen ihren Arzt häufig nicht

Viele Patienten wissen nicht genau, was sich hinter medizinischen Fachbegriffen verbirgt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen