Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Zahnärzte betreuen Heimbewohner vor Ort

Aktuelles

Seniorin mit Zahnärztin, die ihr ein Röntgenbild zeigt

Pflegebedürftige Versicherte profitieren von einer neuen Vereinbarung, die es Zahnärzten ermöglicht, zu den Patienten ins Pflegeheim zu kommen.
© Andres Rodriguez - Fotolia

Fr. 14. März 2014

Pflegebedürftige in Zukunft besser zahnärztlich versorgt

Die zahnmedizinische Versorgung von Versicherten in stationären Pflegeeinrichtungen wird ab dem 1. April 2014 deutlich verbessert. Durch eine Vereinbarung zwischen der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) können Zahnärzte die pflegebedürftigen Patienten in Zukunft direkt vor Ort betreuen. Die Versicherten müssen dann nicht mehr in die Praxis kommen.

Anzeige

Laut Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstands der KZBV, könnten die Patienten in stationären Einrichtungen häufig auch gar nicht mehr in die Praxis kommen. Zudem hätten sie besondere Bedürfnisse in der zahnmedizinischen Behandlung. "Unser Ziel ist es, dass jedes Pflegeheim in Zukunft eine Kooperation mit einem oder mehreren Zahnärzten eingeht", sagt Eßer. Denn wenn Zähne und Mund gesund seien, werde gerade für Pflegebedürftige die gesamte Lebensqualität verbessert. Zudem helfe eine gute Zahn- und Mundgesundheit lebensbedrohliche Erkrankungen zu verhindern. Sie erleichtere das Essen und Sprechen und fördere somit auch die soziale Teilhabe.

Die neue Rahmenvereinbarung wurde unter Mitwirkung der Träger von Pflegeheimen sowie der Verbände der Pflegeberufe getroffen. Sie gibt Vertragszahnärzten die Möglichkeit, einzeln oder gemeinsam Kooperationsverträge mit stationären Pflegeeinrichtungen abzuschließen. Diese Verträge ermöglichen eine routinemäßige Eingangsuntersuchung sowie weitere regelmäßige Untersuchungen zur Feststellung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten bei Patienten in Pflegeheimen. Der Zahnarzt kann für jeden pflegebedürftigen Patienten Pflegezustand und Behandlungsbedarf anhand eines vorgefertigten Formblattes festhalten und das Pflegepersonal entsprechend informieren.

KZBV/GKV/FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

STIKO empfiehlt Gürtelrose-Impfung

Ein neuer Totimpfstoff wird allen Personen ab 60 Jahren empfohlen.

Zähne: Viele Kinder putzen zu selten

20 Prozent schaffen es nicht, zweimal täglich die Zähne zu putzen.

Apotheker sollen fair vergütet werden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Arzneimittelversorgung in Deutschland reformieren.

Antibabypille Trigoa wird zurückgerufen

Bei einigen Packungen drohen Anwendungsfehler und ungewollte Schwangerschaften.

Apotheker sammeln Spenden

Welche Organisationen und Projekte um Hilfe bitte, lesen Sie hier.

Stefanie Tücking: Todesursache bekannt

Die SWR3-Moderatorin ist an einer Lungenembolie gestorben.

Statine werden zu häufig verordnet

Ärzte vernachlässigen offenbar zu häufig die Gefahr von Nebenwirkungen.

Schadstoffe im Weihnachtsgebäck

Lebkuchen, Stollen & Co sind in diesem Jahr seltener mit Acrylamid belastet.

Kinderlose Senioren sind nicht einsam

Wer keine Kinder hat, pflegt im Alter engere Beziehungen zu Freunden und Bekannten.

NAI vom 1.12.2018: Weihnachts-Spezial

Im Themenspezial der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um Weihnachten.

Weihnachtspflanzen sind oft giftig

Amaryllis, Weihnachtsstern & Co können starke Vergiftungen auslösen.

Lesertelefon: Sicher Auto fahren im Alter

Experten beantworten Fragen zum Thema Fahrfitness im Alter.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen