Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Rezeptfreie Präparate auf Kassenkosten

Aktuelles

Apothekerin berät Kunden (beide ca. Mitte 30), in der Hand eine Medikamentenpackung

Rezeptfreie Medikamente, die von der Krankenkasse erstattet werden, müssen in der Regel trotzdem zunächst in der Apotheke bezahlt werden.
© Robert Kneschke - Fotolia

Mo. 17. März 2014

Immer mehr Krankenkassen erstatten rezeptfreie Medikamente

Rezeptfreie Arzneimittel, beispielsweise pflanzliche Medikamente, werden seit einigen Jahren nicht mehr von den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) bezahlt. Und doch gibt es in Deutschland immer mehr Krankenkassen, die bestimmte Präparate zur Selbstbehandlung als sogenannte Satzungsleistungen anbieten.

Anzeige

Fast 60 Kassen machen mittlerweile derartige Angebote, im Jahr 2012 waren es erst rund 30. "Das bedeutet, dass immer mehr gesetzlich Versicherte bestimmte nicht verschreibungspflichtige Medikamente erstattet bekommen oder nur noch anteilig bezahlen", sagt Anja Klauke vom Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI). In der Regel müssen Versicherte die entsprechenden Arzneimittel zunächst in der Apotheke bezahlen und können die Rechnungen zusammen mit der ärztlichen Verordnung bis zu einer bestimmten jährlich begrenzten Summe bei ihrer Krankenkasse einreichen. Klauke rät, direkt bei der eigenen Kasse nachzufragen, welche Satzungsleistungen in Anspruch genommen werden könnten. Einen ersten schnellen Überblick gibt eine vom BPI zusammengestellte Liste.

Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel waren lange Zeit erstattungsfähig, bis sie im Jahr 2004 größtenteils aus dem Leistungskatalog der GKV gestrichen wurden. Die strikte Regelung wurde jedoch mit Beginn des Jahres 2012 durch das Versorgungsstrukturgesetz gelockert. Seitdem haben Krankenkassen die Möglichkeit, nicht verschreibungspflichtige und apothekenpflichtige Medikamente im Rahmen der kassenindividuell festgelegten Satzungsleistungen zu erstatten. Häufig handelt es sich dabei um Präparate der Anthroposophie, Homöopathie und Pflanzenheilkunde. Frei verkäufliche Präparate etwa aus der Drogerie, arzneimittelähnliche Medizinprodukte wie zum Beispiel Nasentropfen mit Kochsalzlösung und Kosmetika sind hingegen grundsätzlich von der Erstattung ausgeschlossen.

BPI/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

STIKO empfiehlt Gürtelrose-Impfung

Ein neuer Totimpfstoff wird allen Personen ab 60 Jahren empfohlen.

Zähne: Viele Kinder putzen zu selten

20 Prozent schaffen es nicht, zweimal täglich die Zähne zu putzen.

Apotheker sollen fair vergütet werden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Arzneimittelversorgung in Deutschland reformieren.

Antibabypille Trigoa wird zurückgerufen

Bei einigen Packungen drohen Anwendungsfehler und ungewollte Schwangerschaften.

Apotheker sammeln Spenden

Welche Organisationen und Projekte um Hilfe bitte, lesen Sie hier.

Stefanie Tücking: Todesursache bekannt

Die SWR3-Moderatorin ist an einer Lungenembolie gestorben.

Statine werden zu häufig verordnet

Ärzte vernachlässigen offenbar zu häufig die Gefahr von Nebenwirkungen.

Schadstoffe im Weihnachtsgebäck

Lebkuchen, Stollen & Co sind in diesem Jahr seltener mit Acrylamid belastet.

Kinderlose Senioren sind nicht einsam

Wer keine Kinder hat, pflegt im Alter engere Beziehungen zu Freunden und Bekannten.

NAI vom 1.12.2018: Weihnachts-Spezial

Im Themenspezial der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um Weihnachten.

Weihnachtspflanzen sind oft giftig

Amaryllis, Weihnachtsstern & Co können starke Vergiftungen auslösen.

Lesertelefon: Sicher Auto fahren im Alter

Experten beantworten Fragen zum Thema Fahrfitness im Alter.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen