Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik MCP-Tropfen nicht mehr verkehrsfähig

Aktuelles

Apothekerin holt ein Arzneimittel aus einer Schublade.

Aktuelle Information der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker.
© ABDA

Mi. 16. April 2014

MCP: Metoclopramid-Tropfen nicht mehr verkehrsfähig

Die oberste deutsche Arzneimittelbehörde, das BfArM, widerruft die Zulassung bestimmter Arzneimittel mit dem Wirkstoff Metoclopramid (MCP). Die betroffenen Zubereitungen sind damit nicht mehr verkehrsfähig und dürfen ab sofort nicht mehr vertrieben und abgegeben werden. In Deutschland betrifft der Zulassungswiderruf vorwiegend Tropfen.

Anzeige

Betroffen sind Metoclopramid-haltige Arzneimittel, die einen bestimmten Wirkstoffgrenzwert überschreiten:

  • Tropfen zur Einnahme in einer Konzentration von mehr als 1 mg/ml,
  • parenterale Zubereitungen in einer Konzentration von mehr als 5 mg/ml und
  • Formulierungen, die in den After eingebracht werden (Zäpfchen), mit einer Einzeldosis von 20 mg.

Für Metoclopramid-haltige Arzneimittel, die den Grenzwert einhalten, werden die Fach- und Gebrauchsinformation geändert. Das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) setzt damit Maßnahmen um, die die europäische Arzneimittelbehörde EMA im letzten Jahr empfohlen hat.

Die EMA hatte zuvor das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Metoclopramid neu bewertet und war zu dem Schluss gekommen, dass die Risiken des Wirkstoffs, wenn er lange und in hohen Dosen angewendet wird, den Nutzen überwiegen. Hintergrund der Neubewertung war das Bekanntwerden des Risikos für schwere Nebenwirkungen, die das Herz-Kreislauf- und das Nervensystem betreffen. Dieses Risiko steigt mit der Dosis und der Behandlungsdauer. Der Wirkstoff Metoclopramid wird vom Arzt meist gegen Übelkeit und Erbrechen sowie gegen bestimmte Magen-Darm-Probleme verschrieben.

Patienten, die Metoclopramid-haltige Medikamente in den betroffenen Wirkstoffstärken einnehmen, sollten mit ihrem behandelnden Arzt die weitere Behandlung besprechen. Welche Alternativen für MCP infrage kommen, lesen Sie hier auf aponet.de.

AMK/FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Verstopfung wegen Schmerztherapie

Experten klären am Lesertelefon über die Risiken und Nebenwirkungen einer Schmerztherapie auf.

NAI vom 15.6.2018: Wahrheit über Gluten

Der Titelbeitrag der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten lautet „Die Wahrheit über Gluten“.

Neue Leitlinie für Bluthochdruck

Lesen Sie hier, was sich bei der Therapie von Bluthochdruck geändert hat.

Blutspender werden dringend gesucht

Vor allem jüngere Freiwillige, die Blut spenden wollen, sind in Deutschland rar.

Nebenwirkungen sind hier besonders häufig

Bei drei Wirkstoffklassen klagen Patienten besonders oft über Nebenwirkungen.

HPV-Impfung jetzt auch für Jungen

Bislang haben Experten die Impfung nur für Mädchen empfohlen. Das ändert sich jetzt.

HIV-Selbsttest soll ab Herbst verfügbar sein

Der Test soll helfen, dass mehr Menschen möglichst früh von ihrer Infektion erfahren.

Apotheker: Kritik an GKV-Positionspapier

Das Positionspapier sei patientenfeindlich und gefährde die Arzneimittelversorgung in Deutschland.

Apotheker suchen dringend Nachwuchs

Viele Apotheken finden keinen Nachfolger mehr und müssen daher schließen.

Wie viel Sonnencreme brauche ich?

Eine Apothekerin erklärt, was es mit der Elf-Hände-voll-Regel auf sich hat.

So gesund sind die Deutschen

Der Titelbeitag der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten lautet „Deutschland - deine Gesundheit“.

30 Mio. Medikamente in der Kühlung

Hitzeempfindliche Präparate erfordern besondere Maßnahmen - gerade im Sommer.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen