Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Viele Impflücken bei Masernimpfung

Aktuelles

Grundschülerin mit blonden Zöpfen wird von Ärztin in den rechten Oberarm geimpft

Bei Schulanfängern wird gerade bei der zweiten Masernimpfung die erforderliche Impfquote von 95 Prozent vielerorts nicht erreicht.
© Ilike - Fotolia

Mi. 23. April 2014

Masern: In fast allen Bundesländern bestehen Impflücken

Bei Schulanfängern wurde im Jahr 2012 für die entscheidende zweite Masernimpfung die erforderliche Impfquote von 95 Prozent nur in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg erreicht. Das teilen das Robert Koch-Institut (RKI) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) anlässlich der derzeitigen europäischen Impfwoche mit und warnen vor den Folgen der Impflücken.

Anzeige

Für die erste Masernimpfung lag die Impfquote bei den Schulanfängern zwar bundesweit bei 96,7 Prozent und erstmals in allen Bundesländern über 95 Prozent. Bei der zweiten Impfung bestanden aber in fast allen Bundesländern Impflücken, sodass der Bundesdurchschnitt für die zweite Masernimpfung nur 92,4 Prozent betrug. Das Problem: Damit sich ein eingeschlepptes Masernvirus nicht verbreiten kann, ist eine Impfquote von 95 Prozent für beide Impfungen erforderlich. Diese Quote ist auch ein Zielwert der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Rahmen der in der WHO-Region Europa für 2015 angestrebten Ausrottung der Masern.

Zu den immer wieder auftretenden Masernausbrüchen tragen Impflücken bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen maßgeblich bei. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission des RKI seit 2010 die Masernimpfung für alle nach 1970 geborenen Erwachsenen, sofern sie nicht oder nur einmal geimpft sind oder der Impfstatus unklar ist. Besonders wichtig ist der Masernimpfschutz für Personen, die im Gesundheitsdienst, in der Betreuung von immungeschwächten Menschen oder in Gemeinschaftseinrichtungen arbeiten. 2013 waren mehr als die Hälfte der 1.769 gemeldeten Masernfälle älter als 15 Jahre, und mehr als 80 Prozent waren ungeimpft. Etwa ein Drittel der erwachsenen Masernpatienten musste im Krankenhaus behandelt werden. Schwere Krankheitsverläufe treten vor allem bei Säuglingen und Erwachsenen auf.

RKI/BMG/FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

7 Tipps: Mit Haustieren auf Reisen

Was bei Auto- und Flugreisen beachtet werden muss, erfahren Tierbesitzer hier.

Jeder zweite Raucher will aufhören

Gute Nachrichten: Vor allem jüngere Menschen wollen mit dem Rauchen aufhören.

Urlaub: Jeder Dritte kann nicht abschalten

Für viele Deutsche bedeutet der Sommerurlaub nicht nur Erholung.

Arme Kinder sehen schlechter

Experten fordern eine bessere Vorsorge für Kinder aus sozial benachteiligte Familien.

Valproat-Risiko: neue Patientenkarte

Frauen im gebärfähigen Alter bekommen zusätzliche Hinweise zur Sicherheit.

Weniger Medikamente frei von Zuzahlung

Die Befreiungsquote von Rabattarzneimitteln sinkt kontinuierlich.

Zu viel Fett fördert Darmkrebs

Fettige Nahrung, steigert das Darmkrebsrisiko. Warum das so ist, zeigten amerikanische Forscher.

Hilft Dehnen gegen Sportverletzungen?

Eine neue Studie zeigt, dass andere Übungen Sportverletzungen besser vorbeugen können als sich zu dehnen.

Urlaub für pflegende Angehörige

Es besteht ein Anspruch auf Ersatzleistungen von der Pflegekasse.

Europäer trinken zu viel Alkohol

Dadurch steigt die Gefahr für Krebserkrankungen des Verdauungstrakts deutlich.

NAI vom 1.7.2017: Lebenselixier Wasser

Diesmal dreht sich alles um das klare Nass: seine Vorteile für die Gesundheit und wie es dem Körper nutzt.

Lieferengpässe in der Apotheke vermeiden

Apotheker fordern: Die Lieferkette von Medikamenten muss transparenter werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen