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Apothekerin berät Kunden

Im Test zeigte sich, dass die lokalen Pharmazeuten umfassender zu rezeptfreien Medikamenten informierten als Online-Apotheken.
© ABDA

Fr. 25. April 2014

Stiftung Warentest prüft Beratung in Apotheken

Die Stiftung Warentest hat wieder einmal stichprobenartig die Beratung sowohl in Online- als auch in Vor-Ort-Apotheken überprüft – mit durchschnittlichem Ergebnis.

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Geschulte Tester besuchten mehrmals 21 Apotheken im Raum Dresden, Hannover und Frankfurt am Main. Außerdem bestellten sie bei 15 deutschen und zwei europäischen Versandapotheken. Vier Vor-Ort-Apotheken schnitten gut, zwölf befriedigend und fünf nur ausreichend ab. Bei den Internetapotheken sieht das Ergebnis ähnlich aus: Vier gelten als gut, sieben als befriedigend, fünf als ausreichend und eine als mangelhaft. Schwerpunkt der Bewertung war die fachliche Beratung.

So überprüften die Tester drei Szenarien zu Wechselwirkungen, drei zur Selbstmedikation und forderten eine falsch dosierte Rezeptur an. Nach Aussage von Stiftung Warentest erkannte nur eine Apotheke alle wichtigen Wechselwirkungen, die teils nur auf Nachfrage festzustellen waren. Größter Kritikpunkt: Das pharmazeutische Personal vor Ort und an den Telefonhotlines fragte zu wenig nach. Im Erkennen von Wechselwirkungen waren die Versandapotheken insgesamt besser, während die lokalen Pharmazeuten umfassender zu rezeptfreien Medikamenten informierten.

Der Dachverband der Apotheker, die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, begrüßt Testkäufe grundsätzlich. Die Ergebnisse der aktuellen Stichprobe lagen der ABDA vorab nicht vor, sodass der Verband noch keine detaillierte Stellungnahme abgeben wollte. "Wir werden die Ergebnisse intern intensiv diskutieren und jede berechtigte Kritik ernst nehmen, da wir an einer stetigen Qualitätsverbesserung arbeiten", betont die ABDA. Sie verweist darauf, dass 71 Prozent der Apotheken ein "gut" oder "befriedigend" erhielten, beim Testkauf im Jahr 2010 waren es nur 54 Prozent gewesen.

db/PZ/RF

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