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Eichen-Prozessionsspinner auf Eichenrinde

Eichen-Prozessionsspinner entwickeln im Verlauf des Mai Gifthaare, die Allergien und Hautreizungen auslösen können.
© Ivonne Wierink - Fotolia

Mo. 12. Mai 2014

Saison der Eichen-Prozessionsspinner beginnt

Im Mai beginnt die Saison der Eichen-Prozessionsspinner. Aufgrund der Witterung fliegen ihre Gifthaare dieses Jahr früher durch die Luft, warnt der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB).

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Eichen-Prozessionsspinner sind Nachtfalter, deren Raupen auf Eichen zu finden sind und die im Mai Gifthaare entwickeln, die bei Menschen und Tieren Allergien und Hautreizungen auslösen können. Die Beschwerden reichen von heftig juckenden Hautausschlägen, der sogenannten Raupendermatitis, bis hin zu Asthmaanfällen. Die mikroskopisch kleinen Gifthaare können über weite Strecken mit dem Wind verbreitet werden. Wenn man ihnen in Kontakt kommt, sollte man die Kleidung wechseln und – möglichst über 60°C – waschen, sich selbst unter die Dusche stellen, dabei die Haare waschen und die Augen mit Wasser ausspülen. Bei stärkeren Beschwerden rät der DAAB, unbedingt einen Arzt aufzusuchen.

In Deutschland findet man Raupenbestände vor allem in Süddeutschland. Der Eichen-Prozessionsspinner kommt aber auch am Niederrhein oder in Brandenburg und Sachsen-Anhalt vor. Durch warme und trockene Winter kann es zu Massenvermehrungen kommen. Ihren Namen verdanken die Tiere ihrer Gewohnheit, in der Nacht aus ihren Nestern in die Baumkrone zu "prozessieren", um sich dort von den Blättern zu ernähren. Am Morgen kehren sie wieder in ihre Behausung zurück. Im Verlauf des Mai bilden die Raupen große Nester an Baumstämmen oder in Astgabeln. Im Juli schließt die Puppenphase an, in der sich die Tiere in großen Seidennestern aufhalten, die durch die eingewebten Gifthaare vor den natürlichen Feinden geschützt werden. Der Wind trägt diese Gifthaare und die leeren Puppenhüllen in die Umgebung. Sie können mehrere Jahre in der Umwelt intakt bleiben und bei Wald-, Forst- und Gartenarbeit aufgewirbelt werden. Daher können in betroffenen Gebieten ganzjährig Krankheitsfälle auftreten.

DAAB/FH

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